"die Welt war vernetzt, auch mit dem Tod.."
"Deathbook" von Andreas WinkelmannMein erster Thriller von Andreas Winkelmann, für die meisten von kein Unbekannter. Ich hab jetzt auch endlich mal was von ihn gelesen und bin mit "Deathbook" eingestiegen.Es tut zwar nichts zur Sache, aber die jeweiligen Kapitel waren mit passenden Bildern ausgestattet, auch mal eine gute Idee, kennt man ja sonst nur aus anderen Genres. Ausgesucht habe ich ausgerechnet diesen Thriller, weil er von sich selber in der 3 Person schreibt. So hab ich nicht nur eine packende und teils blutige Story bekommen, nein ich habe Andreas auch als Mensch kennen lernen können. Dieses Konzept hab ich so auch noch nicht gehabt und fand es sehr gut umgesetzt.Der Tod als Thematik ist natürlich in Thrillern nichts neues, aber wie Andreas das in "Deathbook" veranschaulicht hat, fand ich erfrischend anders. Herr Winkelmann hat Fiktion und Fakten so miteinander verwebt das ich spannende Lesestunden hatte und auch nach beenden in mir nachgehallt haben. Mehr möchte ich dazu nicht verraten, um niemandem die Spannung zu nehmen. In unseren modernen Zeitalter sind wir alles andere als anonym im Internet und können auf alles erdenkliche zugreifen. Auch auf sogenannte Snuff Videos.Gerade diese Darstellungen waren doch schon teils recht detailliert beschrieben, und ist für zarte Nerven eher nicht geeignet. Andreas nimmt uns mit bei seinen Ermittlungen und plaudert immer mal wieder aus dem Nähkästchen. In immer wiederkehrenden Abschnitten kommen auch noch weitere Beteiligte zu Wort, was sie zur Handlung beitragen wird allerdings erst nach und nach klar.Besonders gefallen hat mir Andreas seine Schreibweise, einfach, flüssig, ohne Schnörkel einfach aus der Hüfte heraus.Seine Sätze haben mich gleich zu Beginn packen können. Durch die Zeilen war die Traurigkeit und Verzweiflung die Andreas und Kathi's Familie erlebt hat für mich spürbar. Mit 448 Seiten ist es meist schwierig Spannung aufrechtzuerhalten ohne Längen hereinzubekomm, aber Andreas ist es dennoch gelungen mich bei Laune zu halten. Gerade durch die häufigeren Perspektivwechsel bekamen ich immer andere Sichtweisen ohne das es durcheinander wirkte. Der eigentliche Täter war auch überhaupt nicht ersichtlich, im Verlauf wurden mir so einige Verdächtige präsentiert. Aber Herr Winkelmann hat mich sehr gut in die Irre geführt, und konnte mich überraschen. Mein Fazit lautet: Ich habe wohl einen neuen Thriller Autor für mich entdeckt ¿"die Welt war vernetzt. Auch mit dem Tod."