Autorin Angela Richford entführt uns Leser in ihrem dritten Krimi für DCI Fiona Sutherland abermals an die Küste Cornwalls.
Es sind nur mehr wenige Tage bis Weihnachten und das Team rund um Sutherland hofft auf ruhige Feiertage. Doch daraus wird nichts, als in einer stürmischen Winternacht die Leiche eines Mannes im Steinkreis Boscawen-ûn gefunden wird. Beinahe gleichzeitig geht ein Antiquitätengeschäft in der Stadt Penzance in Flammen auf. Zufall?
Wenig später ist klar, der Tote ist der Besitzer des Antiquitätenladens in dem er nicht nur Antiquitäten sondern auch Zubehör für keltische Rituale verkauft. Zudem versteht er sich als Druide und schart eine Gruppe naturverbundener Menschen um sich.
Während Detective Chief Inspector Fiona Sutherland und Detective Constable Hunt nach einem Motiv suchen und zahlreiche Gespräche mit seinen Anhängern führen, müssen sie in das Reich der Sagen und Mythen eintauchen. Dabei entdecken sie einige Ungereimtheiten in der Biografie des Mordopfers. Als wenig später ein möglicher Widersacher und Tatverdächtiger tot in der Brandruine gefunden wird ist klar, dass der Fall nicht bis zum Weihnachtsabend aufgeklärt werden wird.
Die Ermittlungen gestalten sich als schwierig, denn hier ist einiges nicht so, wie es scheint. Die mystische Fassade des Druiden bekommt recht bald Risse, als bekannt wird, dass er mit einer halb so alten Jüngerin, ein Verhältnis hatte ...
Meine Meinung:
Dieser dritte Teil der Reihe um DCI Fiona Sutherland ist meine erste Begegnung mit der geschiedenen und allein erziehenden Ermittlerin. Zwar werden ein paar Details aus ihrer Vergangenheit angerissen, doch ganz erschließt sich mir ihr Leben noch (?) nicht. Besonders neugierig bin ich auf Mrs. Jones, wie sie ihre besondere Begabung nennt. Die wird leider nicht erklärt, sondern als bekannt vorausgesetzt. Dafür werden Sutherlands Ängste vor einer neuen Beziehung mehrfach erwähnt. Ziel ihrer Sehnsucht ist der smarte Coroner Alister.
Die Schilderung des oft mühsamen Polizeialltags, der von Gesprächen und Suche nach dem Motiv ist recht gut gelungen. Die mehrfache Erwähnung, dass alle das Fest in Ruhe feiern wollen, ist mir allerdings auf die Nerven gegangen. Dass Fionas 14-jähriger Sohn seiner Mutter eine Weihnachtsüberraschung beschert, habe ich sehr nett gefunden.
Man stellt sich religiöse Führer immer als integre Menschen vor. Doch hier gibt es einen, der sein Charisma missbraucht.
Um mir einen besseren Überblick über DCI Sutherland zu verschaffen, werde ich die beiden Vorgänger lesen (müssen).
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Cornwall-Krimi, der mich in die Welt der Druiden geführt hat, 4 Sterne.