Eine kleine Burg in Niederbayern direkt an der Donau, verschneit im Winter und umgeben von der Stimmung eines Weihnachtsmarktes, bildet die Kulisse für diesen Roman. Beim Lesen konnte ich mir diesen Ort richtig gut vorstellen und obwohl wir gerade erst Mitte September haben, kam bei mir schon ein wenig Vorfreude auf die Weihnachtszeit auf.Im Mittelpunkt stehen die Halbschwestern Jasmin und Ariana, die sich erst nach dem Tod ihres gemeinsamen Vaters kennengelernt haben. Ariana lebt mit ihrer Mutter Paula auf der Burg, zu der auch ein Gasthaus und ein Wohnhaus gehören. Das Anwesen befindet sich seit Jahrzehnten im Besitz der Familie. Doch kurz vor Weihnachten kündigt sich Walther, der Bruder des verstorbenen Vaters, aus Kanada an. Auch ihm gehört ein Teil der Burg und Ariana und Paula befürchten, dass er die Familie vor eine schwierige Situation stellen könnte.Jasmin wollte eigentlich über Weihnachten auf die Kanaren reisen, ändert ihre Pläne aber kurzerhand und fährt zu Ariana. Gemeinsam überlegen die beiden, wie sie die Burg retten können. Dabei bekommen sie Unterstützung von den Dorfbewohnern, sodass rund um die Burg einiges in Bewegung kommt.Jasmin und Ariana waren mir sympathisch. Gerade weil sie sich erst spät kennengelernt haben, fand ich ihre Beziehung interessant. Auch Tim, den Jasmin beim Spaziergang auf dem Burghof kennenlernt, bringt eine zarte Liebesgeschichte in die Handlung. Für mich steht aber nicht die Romanze im Vordergrund, sondern vor allem die Frage, ob es gelingt, die Burg vor dem drohenden Verkauf zu bewahren.Die winterliche Atmosphäre hat mir beim Lesen richtig Freude gemacht. Ich liebe kleinere Weihnachtsmärkte, die an besonderen Orten stattfinden und nicht einfach auf einem gewöhnlichen Marktplatz aufgebaut sind. Ein Weihnachtsmarkt auf einer Burg an der Donau passt deshalb für mich wunderbar zu dieser Geschichte.Jasmin ist gelernte Konditorin und backt für ihr Leben gern. Das hat bei mir tatsächlich Lust aufs Backen geweckt. Praktisch, dass im Buch gleich Rezepte enthalten sind. Ich freue mich schon darauf, einige davon in der Adventszeit auszuprobieren.Insgesamt habe ich die Geschichte als stimmungsvoll und gemütlich empfunden. Die verschneite Burg, der Weihnachtsmarkt und die Rettung des Familienbesitzes, der in ejne finanzielle Schieflage geraten ist, sorgen für eine schöne weihnachtliche Atmosphäre.Fazit: Ein stimmungsvoller Weihnachtsroman mit einer besonderen Kulisse, sympathischen Figuren und einer Geschichte rund um den Erhalt der Familienburg. Bei mir hat er schon im September ein wenig Weihnachtsvorfreude geweckt.