Anton Pavlovich Chekhov oder Anton Tschechow, russischer Dramatiker und Kurzgeschichtenschreiber, der als einer der größten Schriftsteller aller Zeiten gilt. Seine Karriere als Dramatiker brachte vier Klassiker hervor, und seine besten Kurzgeschichten werden von Schriftstellern und Kritikern hoch geschätzt. Zusammen mit Henrik Ibsen und August Strindberg wird Tschechow oft als eine der drei bahnbrechenden Persönlichkeiten bei der Entstehung der frühen Moderne im Theater bezeichnet. Tschechow war von Beruf Arzt. "Die Medizin ist meine rechtmäßige Ehefrau", sagte er einmal, "und die Literatur ist meine Geliebte".
Nach der Aufführung von Die Möwe im Jahr 1896 kehrte Tschechow dem Theater den Rücken, doch wurde das Stück 1898 von Konstantin Stanislawskis Moskauer Kunsttheater unter großem Beifall wiederaufgenommen, das in der Folge auch Tschechows Onkel Wanja inszenierte und seine letzten beiden Stücke, Drei Schwestern und Der Kirschgarten, uraufführte. Diese vier Werke stellen sowohl für das Schauspielensemble als auch für das Publikum eine Herausforderung dar, denn anstelle der konventionellen Handlung bietet Tschechow ein "Stimmungstheater" und ein "in den Text eingetauchtes Leben". Die Stücke, die Tschechow schrieb, waren nicht komplex, sondern leicht zu verfolgen und schufen eine etwas eindringliche Atmosphäre für das Publikum.
Zunächst schrieb Tschechow Geschichten, um Geld zu verdienen, doch als sein künstlerischer Ehrgeiz wuchs, führte er formale Neuerungen ein, die die Entwicklung der modernen Kurzgeschichte beeinflussten. Er entschuldigte sich nicht für die Schwierigkeiten, die dies den Lesern bereitete, da er darauf bestand, dass die Aufgabe eines Künstlers darin bestehe, Fragen zu stellen und nicht, sie zu beantworten.