Some like it hot - und das gilt allemal für Freunde der indischen und asiatischen Küchen. Während Chilis vor allem Schärfe in die Gerichte bringen, sorgt Curry in ganz verschiedenen Mischungen und Zusammenstellungen für eine Aromenexplosion. Die "Curry-Werkstatt" von Bettina Matthei ist nicht nur eine Rezeptsammlung, sondern zeigt erst einmal die Vielfalt der Zusammensetzungen von Curry auf, weit über die Mischungen aus dem Supermarkt oder selbst dem Asien-Laden hinaus.Es gibt Rezepte für eigene Currymischungen, aber auch für Chutneys und verschiedene Raitas und Lassis, gewissermaßen zum "Ablöschen" der Schärfe. Dabei sind auch eher unübliche Mischungen wie Granatapfel Raita oder Avocado-Lassi. Auch Rezepte für Naan oder Paneer gibt es.Die Autorin wandelt vertrautes ab in Curry-Gerichte, etwa Stampfkartoffeln mit grüner Currypaste oder Massaman-Möhrenstampf, Indisch inspirierten Caprese-Salat oder Spitzkohl-Möhren-slaw mit Tom-Kha-Dressing. Nach allerlei Snacks, die als Vorspeise wie bei einem Sommerpicknick gleichermaßen geeignet sind, darunter auch die oben vorgestellten Salate, gibt es Alltagsgerichte, die überwiegend unkompliziert und mit wenigen Zutaten zubereitet werden können, zum Beispiel Paneer in Curry-Tomatensauce oder ein Kürbis-Linsen-Curry mit Chili und Frühlingszwiebeln. Für Gäste und Feste, so das nächste Kapitel, ist dann etwas exklusiver - etwa Jakobsmuscheln auf Erbsenpüree mit Curryöl-Tadka oder Entenbrust mit Curry-Cashew Reis. In diesem Kapitel finden sich aber auch indische Klassiker wie Rogan Josh oder Chicken Tikka Masala, nachdem in den vorangegangenen Kapiteln vegetarische Gerichte dominierten.Kein klassisches indisches Kochbuch, andere Curry-Variationen des Kontinents werden nur gestreift, dafür wird in diesem Kochbuch immer wieder mit Zutaten gearbeitet, die in der (deutschen) regionalen Küche vor Ort leicht beschaffbar sind. Hier findet man durchaus spannende Variationen , die auch Freunde der saisonalen und regionalen Lebensmittelverwendung begeistern dürfte.