Sardinien 1917. Mallena hilft wo eine Hebamme gebraucht wird, wenn die Frauen ihre Kinder gebären. Sie hat dies von ihrer Mutter gelernt, aber für diesen Beruf nie eine Prüfung abgelegt. Als Entlohnung bekommt sie fast nichts, höchstens Naturalien. Als ihr Ehemann versehrt aus dem Krieg zurückkehrt benötigt sie Geld, denn sie benötigt für ihn Medizin. Und den Doktor. Außerdem befürchtet sie von dem Mann gefunden zu werden, vor dem sie vor vielen Jahren floh Die Entlohnung wird ihr verweigert und stattdessen bekommt sie eine qualifizierte Hebamme vor die Nase gesetzt. Doch die Frauen im Dorf vertrauen auf Mallena und nicht einer noch unerfahrenen ausgebildeten Hebamme. Und als ihr gewalttätiger Ex-Verlobter tatsächlich auftaucht, stehen sie ihr bei.
Meine Meinung
Das Buch ließ sich gut lesen, denn es gab keine Unklarheiten im Text, die meinen Lesefluss stören gekonnt hätten. Ich war schnell in der Geschichte drinnen, konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. Mallena ist tüchtig in ihrer Arbeit, die sie gewissenhaft verrichtet, auch wenn sie keine richtige Ausbildung und kein Diplom hat. Den Frauen des Dorfes ist das egal, Hauptsache ihnen wird geholfen. Und das beschreibt Bibbiana Cau manchmal zu ausschweifend und zu oft. Dadurch zieht sich das Buch an Anfang etwas. Als Mallenas Ehemann versehrt nach Hause kommt, muss sie ihn auch noch pflegen, braucht Geld für Arzt und Medizin. Das wird ihr von der Gemeinde verweigert, im Gegenteil sie setzen ihr letztendlich noch eine diplomierte Hebamme vor die Nase, die von den Frauen des Dorfes aber nicht angenommen wird. Mallena scheitert gnadenlos bei der Gemeinde mit ihrer Bitte um Entlohnung. Als Ihr Ex-Verlobter, wie sie schon lange befürchtet hat, auftaucht, steht das ganze Dorf hinter ihr. Das Buch ist spannend geschrieben, auch wen es am Anfang etwas langatmig wirkt. Es hat mir trotzdem dann noch gefallen, mich auch gefesselt und gut unterhalten. Ich empfehle es trotz der Langatmigkeit weiter und vergeben vier Sterne.