10¿ für ein Thema das soooo wichtig ist und noch wichtiger und dringlicher wird. Ohne Bienen wird es still.
Jess lebt im Camp, zusammen mit anderen Mädchen. Sie werden für die Bestäubung der Obstbäume gebraucht und leben in einer Welt ohne Bienen, intakter Natur, dem Klimawandel ausgesetzt und weit weg von Familien und Menschen die sie lieben. Eine eigene Entscheidung dürfen die Mädchen nicht treffen und langsam regt sich Widerstand..."Ich sehe Meereswellen über den Tisch rollen, und als das Wasser verdunstet und sie verschwinden, fühlt es sich an, als verschwände ich auch." (Seite 67)Ein Buch was so unglaublich wichtig ist, was noch viel wichtiger werden wird. Ein Buch was erschreckend real aufzeigt wohin wir schlittern wenn wir jetzt nicht endlich alle an einem Strang zu ziehen beginnen. Das Cover und der Titel passen perfekt zum Thema. Und meinen Respekt an die Autorin für diese Arbeit. Der Schreibstil ist erdrückend, die dargestellte Welt ist voller Dreck, Staub und Wind. Es fehlt an Klimazonen, an Natur und Tieren, an Menschlichkeit, an gemeinsam an einem Strang ziehen. Dies alles packt die Autorin so extrem treffend in diese Geschichte.Wir lernen Jess kennen. Sie lebt in dieser Welt mit ihrem Bruder Shey und ihrer Mutter, der älteren Nachbarin Ruth gleich nebenan. Der tägliche Kampf um Lebensmittel ist lebensgefährlich, mit 11 Jahren kommen die Kinder in Camps - die Mädchen zum bestäuben von Obstbäumen, die Jungs zum Militär. Eine Flucht misslingt Jess und ihrem Bruder, seitdem weiss Jess nicht was aus ihren Liebsten geworden ist.Im Camp herrscht Angst, Missgunst, Mobbing und Verrat. Nur das Nötigste erhalten die Mädchen und wird ihnen verkauft dass es zu ihrem Besten ist. Einen eigenen Willen oder Wünsche dürfen die Mädchen nicht äussern.Jess und Cass werden beste Freundinne und immer wieder erzählt Jess von der Welt von früher, von dieser sie nur von Ruth und von ihrer Mutter gehört hat. Der Wunsch nach Freiheit und Veränderungen wird immer größer, aber auch gefährlicher.Das Buch drückt nieder, ganz klar. Man möchte die Mädchen in den Arm nehmen, sie schützen und vor diesen Lügen bewahren. Sehr eindrucksvoll beschreibt die Autorin diese neue Welt, zeigt auf dass die Menschen nichts aus der Vergangenheit gelernt haben, in alte Muster zurückfallen, die Frauen und Mädchen wieder das Spielzeug der männlichen Welt sind.Was Bienen leisten muss gar nicht groß erzählt werden denn in dieser Geschichte wird sehr deutlich, was uns blüht wenn wir diese wichtigen Tiere verlieren. Was alles an den Bienen, an den Insekten dranhängt. Wenn die Bienen schweigen wird die Welt ein grauer, einsamer und grausamer Ort. Und dieses Buch ist das aktuelle Mahnmal hierzu. Lesen!!