Worum geht's?Seit mehr als zwanzig Jahren sitzt Edward im Gefängnis, denn er gilt als einer der gefährlichsten Serienmörder Großbritanniens. Kurz vor seinem Tod will er plötzlich weitere Taten gestehen, jedoch nur unter der Bedingung, mit seiner Exfrau sprechen zu können. Also sitzt Maggie ihm zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten gegenüber - bereit, Enthüllungen zu erfahren, die ihr ganzes Leben erneut auf den Kopf stellen werden.Meine MeinungDieses Buch hat mich beim Lesen auf jeden Fall überraschen können, was ich ehrlicherweise gar nicht mal schlecht finde. Eine klare Meinung zu dieser Geschichte zu formulieren, fällt mir aber trotzdem schwer, was mich daher gleichzeitig ein wenig irritiert zurück lässt.Grund dafür war primär der Handlungsbogen, der für meinen Geschmack eigentlich nicht genug Spannung produziert hat, um mich wirklich mitzureißen. Schon der Zeitrahmen der Ereignisse war mir nicht ganz klar, was es mir schwer gemacht hat, die Geschehnisse wirklich zu greifen. Mit einem Fokus auf die psychologischen Aspekte dieser Figurenkonstellation hatte ich zwar gerechnet, meine Erwartungen gingen beim Lesen aber ehrlich gesagt trotzdem in eine etwas andere Richtung, zumal ich persönlich zumindest deutlich mehr konkrete Aussagen erwartet hätte, die die Handlung mit mehr Substanz gefüllt hätten.Protagonistin Maggie habe ich beim Lesen leider überwiegend wie durch eine Art Schleier wahrgenommen, was es mir ehrlicherweise sehr schwer gemacht hat, wirklich mit ihr warm zu werden. Ihre innere Taubheit und die widerstreitenden Gefühle in Hinblick auf ihre Familie, die Taten ihres Exmannes und ihre eigene Identität fand ich dabei zwar durchaus greifbar dargestellt, richtig zu fassen habe ich ihre Figur aber leider nicht bekommen.Besonders irritiert hat mich dann ehrlicherweise das Ende, da mir persönlich die Hinführung zum Plottwist zu dünn war und ich somit weder die Wendung wirklich habe kommen sehen, noch so ganz glauben konnte, was mir da erzählt werden sollte. Ein gewisser Überraschungseffekt war somit zwar gegeben, die zahlreichen vagen Andeutungen und Zusammenfassungen von Gedanken und Gesprächen kamen mir dann aber zu oberflächlich vor, um diese Entwicklung tatsächlich als folgerichtige Enthüllung wahrnehmen zu können.Auch die Reaktion von Maggie fiel mir deutlich zu flach aus, was gleichzeitig aber auch dafür gesorgt hat, dass ich noch immer über dieses Buch nachdenke. Wirkliche Begeisterung meinerseits sieht zwar anders aus, die Idee und die Figurenkonstellation an sich machen die Geschichte aber nichtsdestotrotz auch nach dem Lesen noch zu einem wirklich interessanten Erlebnis.FazitWirklich vom Hocker gerissen hat mich dieses Buch sicherlich nicht, auch wenn es durchaus Entwicklungen gab, die mich überraschen konnten. Für meinen persönlichen Geschmack hätte es gerne etwas mehr konkrete Aussagen und Ereignisse geben dürfen, Protagonistin Maggie war aber nichtsdestotrotz eine Figur, die mir mit all ihren Widersprüchlichkeiten noch etwas länger im Gedächtnis bleiben wird.Dafür gibt es drei Bücherstapel von mir.