Inhaltsangabe:
Ein verlorenes Gedächtnis.
Eine schockierende Erinnerung.
Eine grausame Wahrheit.
Manchmal lässt man die Vergangenheit besser ruhen! Vor Jahren verlor Vincent sein Gedächtnis. Plötzlich glaubt er, sich wieder daran zu erinnern, den Mord an einer jungen Frau beobachtet zu haben. Doch schon bald kann er nicht mehr ausschließen, dass diese Erinnerung trügt und nicht der dafür Verurteilte das schreckliche Verbrechen begangen hat, sondern er selbst. Ein weiterer Mord geschieht. Als die Polizei Vincent verdächtigt, ermittelt er auf eigene Faust. Dabei stößt er auf immer mehr Puzzleteile seines früheren Lebens und auf einmal wird die Wahrheit zur tödlichen Bedrohung für ihn und alle, die ihm nahestehen.
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Nachdem der Klappentext sofort meine Aufmerksamkeit erregt hat, habe ich mich euphorisch in die Seiten gestürzt. Von Neugier gepackt war ich schon nach kurzer Zeit mitten im Plot und habe die Geschehnisse gebannt verfolgt.
Wir begleiten Vincent Herzog, der seit einem Unfall vor 5 Jahren an einer Amnesie leidet. Er hat sich ein neues Leben aufgebaut, bis er sich erneut ein Schädel-Hirn-Trauma zuzieht. Plötzlich beginnt er, sich bruchstückhaft an sein vorheriges Leben zu erinnern und ahnt nicht, dass er damit die Geister der Vergangenheit weckt und sich in großer Gefahr befindet.
"Plötzlich zuckten weitere Bilder wie Blitze vor Vincents innerem Auge auf. Er schloss die Lider. Der neue Flashback zog ihm fast den Boden unter den Füßen weg. Es war so intensiv, als würde es in diesem Moment geschehen." (Zitat)
Der Charakter des Vincent, aus dessen Perspektive der Plot erzählt wird, war sehr authentisch beschrieben. Seine Handlungen waren stets nachvollziehbar, womit Chris Karlden sein schriftstellerisches Handwerk absolut bewiesen hat. Die Emotionen haben mich als Leser erreicht, und ich habe mich sehr mit dem Charakter verbunden gefühlt.
Der eloquente und lebhafte Schreibstil hat mich regelrecht durch die Seiten gepeitscht, so dass ich das Buch in einem Rutsch verschlungen habe. Zu groß war meine Neugier darauf, zu erfahren, was in Vincents Leben wirklich passiert ist.
Der Spannungsbogen ist durchgehend hochgehalten, und durch geschickte Plottwists wird der Leser wiederholt auf eine falsche Fährte gelockt. Vor allem im Schlussteil hat Chris Karlden noch einmal eine dicke Überraschung rausgehauen, mit der ich absolut nicht gerechnet hätte. So muss sich Nervenkitzel anfühlen!
Persönliches Fazit:
Ein fesselnder Psychothriller, der mich restlos überzeugen konnte. Gut konstruierte Spannungsmomente, ein genialer Plot und ein überraschender Schluss haben dieses Buch für mich zu einem echten Pageturner gemacht. Unbedingt lesen!