Marnie ist Ende dreißig und verlässt fast nicht mehr ihre Wohnung in London. Sie arbeitet selbständig von zu Hause aus und seit Corona ist es fast anstrengend sich mit anderen zu treffen. Sie ist einsam und nach ihrer Scheidung hatte sie keine feste Beziehung mehr. Oft sagt sie Verabredungen ab, als eine alte Freundin vorschlägt sie zu einer kleinen Wandertour mit anderen zu begleiten, lässt sie sich darauf ein.
Michael ist Anfang vierzig und lebt schon etwas länger von seiner Frau getrennt. Er geht seinem Job als Lehrer nach, aber ansonsten meidet er eher Menschen und wandert viel. Als eine Kollegin und Freundin vorschlägt, dass er ja mir ihrer Familie und anderen Freunden gemeinsam eine Wanderung über mehrere Tage unternehmen könnte, willigt er ein und sucht die Strecke raus.
So treffen zwei einsame Menschen, die sonst eher für sich sind, auf eine Gruppe und gemeinsam machen sie sich auf den Weg und müssen sich mit einigen Leuten unterhalten.
Wie wird diese Wandertour ihr Leben verändern?
Die Idee finde ich toll und auch die Wanderung finde ich ganz wunderbar beschrieben.
Wir haben hier zwei Leute, die weder Kinder haben, noch viel Kontakt zu anderen haben und daher einsam sind.
Ich finde es wirklich toll geschrieben, wie sie damit umgehen nicht dem typische Bild, das viele bezüglich Protagonisten in dem Alter haben (man sollte verheiratet sein und Kinder haben), entsprechen.
Abzug gibt es von mir, da ich mit dem verwendeten Humor hier so meine Probleme hatte. Ich fand es nicht witzig und empfand ihn oft eher sehr störend. Deshalb hatte ich so meine Probleme mit Marnie.
Marnie und Michael finde ich spannende Charaktere.
Marnie konnte ich wegen ihrem Humor, wie sie anfangs im Roman auftritt nicht so ganz leiden und ich habe mir etwas schwer damit getan sie zu mögen. Trotzdem fand ich sie interessant.
Michael kommt mir anfangs sehr zurückhaltend rüber und was man über ihn im Laufe der Handlung erfährt hätte ich so wirklich nicht erwartet.
So richtig greifen konnte ich die Chemie zwischen den beiden nicht und auch nicht immer überzeugen können.
Mir gefällt, wie einsam die beiden sind, sich langsam öffnen und wie sie sich im Laufe der Wanderung ändern.
Die Landschaft und die Wanderung finde ich toll geschrieben, auch mit den Problemen was Unterkunft oder Wetter anbelangt. Hier konnte mich die Handlung sehr überzeugen.