Diese Weihnachtsmarkt-Saga lässt einen wunderbar nach Dresden ins letzte Jahr des 19. Jahrhundert reisen, spannend, aber auch unrealistisch
Inhaltsangabe: "Dresden, 1899. Für Lea gibt es nichts Schöneres im Jahr als ein Besuch des Striezelmarkts mit seinen bunten Verkaufsständen und tausend Lichtern. Denn Leas heimliche Leidenschaft ist das Schnitzen von Holzfiguren. Doch ihr Traum, ihre kleinen Kunstwerke irgendwann einmal auf dem berühmten Weihnachtsmarkt auszustellen, bleibt ihr, dem jüdischen Mädchen, verwehrt. Mithilfe eines Freundes erfüllt sich ihr Traum eines Tages dennoch: Als Geselle verkleidet und unter falschem Namen, verkauft sie ihre Holzschnitzereien auf dem Striezelmarkt und hat großen Erfolg. Doch Leas Erfolg bleibt nicht unbemerkt - und schon bald steht nicht mehr nur ihre Zukunft auf dem Spiel, sondern ihr Leben."Um ehrlich zu sein hatte ich persönlich etwas andere Erwartungen von dem Roman. Er ist keinesfalls gemütlich wie man sich vielleicht einen Weihnachtsroman vorstellt...Oh Nein! Daher tat ich mir anfangs echt schwer in die Geschichte reinzukommen und es gibt doch auch immer wieder Wiederholungen. Allerdings ist der Schreibstil so unglaublich bildhaft, dass ich mir wirklich alles genau vorstellen konnte. Wer dann auch schon mal in Dresden war wandelt mit der Hauptprotagonistin Lea durch diese wunderschöne Stadt. Ab der Hälfte des Romanes packte mich die Story dann aber so richtig, es passieren so unglaublich viele Sachen, dass es so richtig spannend wurde. (Aber vielleicht lag es auch daran, dass ich einfach mehr Zeit hatte zu lesen). Ich muss aber auch zugeben, dass die Protagonistin Lea unheimlich taff ist für die damalige Zeit und ihre Halbschwester Willie ist schon sehr egozentrisch, aber ich habe mich auch köstlich über sie amüsiert und zudem ist sie auch auf das Wohl anderer Menschen bedacht. Fazit: Auch wenn dieser Roman absolut unrealistisch ist punktet er mit seiner bildhaften flüssigen Sprache, so dass man sich alles richtig gut vorstellen kann. Es ist jetzt kein cozy Weihnachtsroman, aber man wird hier spannend durch Dresden Ende des 19. Jahrhundert geführt. Der Roman hat auf jedenfalls richtig guten Unterhaltungswert und ich bin jetzt neugierig auf weitere Romane des Autors.