DSA 154: Scharfrichter

Das Schwarze Auge Roman Nr. 154.
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Die Spur der mysteriösen Traumsteine endet in Elenvina und Adaras wichtigster Zeuge, der ausgestoßene Bannstrahler Wulf, weigert sich zu reden. Als er aus dem Inquisitionsturm entkommt, nimmt die Geweihte des Diebesgottes gemeinsam mit dem Magier Fai … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: DSA 154: Scharfrichter
Autor/en: Dorothea Bergermann

EAN: 9783868898163
Format:  EPUB
Das Schwarze Auge Roman Nr. 154.
Ulisses Spiel & Medien

30. Januar 2014 - epub eBook - 384 Seiten

Beschreibung

Die Spur der mysteriösen Traumsteine endet in Elenvina und Adaras wichtigster Zeuge, der ausgestoßene Bannstrahler Wulf, weigert sich zu reden. Als er aus dem Inquisitionsturm entkommt, nimmt die Geweihte des Diebesgottes gemeinsam mit dem Magier Faisal und dem Novizen Ragnar seine Spur auf. Die abenteuerliche Verfolgungsjagd führt die ungleichen Gefährten bis in die dunkelsten Winkel Aventuriens, wo die Namen der Götter ungehört im Nichts verhallen: die Schattenlande.

Portrait

Dorothea Bergermann (*1978 in Hannover) hat schon viel von dieser und anderen Welten gesehen. Ihre Interessen reichen von Japanologie über fortgeschrittene Textilarbeiten bis hin zu Bogenschießen im Rollenspiel. Für "Das Schwarze Auge" hat die Schriftstellerin vier Romane und eine Novelle verfasst. Die studierte Historikerin lebt zur Zeit mit Mann, Kind, Katzen und einem reichhaltigen Bücherfundus in der Nähe von Nürnberg.

Leseprobe

Elenvina im Herbst

Auf dem Marktplatz von Elenvina herrschte reges Treiben. Bürger, Tagelöhner und die Diener der höheren Gesellschaft drängten sich durch die engen Budengassen. Hier und da blitzten die weiß-rot-goldenen Roben der Praiosgeweihten und ihrer Novizen im Gedränge auf. Hoch über dem Markt strahlte die Kuppel der Wehrhalle im Licht der Mittagssonne. Der frische Herbstwind trieb die Sommerhitze aus der Herzogsstadt. Adara schwang sich auf ihren Krücken durch die Menschenmenge. Sie erreichte den Praiostempel, als der Gong die Menschen zum Mittagsgottesdienst rief.

Pilger, Gläubige und die Leute, die am rechten Ort gesehen werden wollten, drängten sich durch die bronzenen Tempel­tore. Adara folgte ihnen gemächlich und setzte sich entgegen aller Tradition und Regel auf die Treppe zur Chorempore.

Langsam erstarb das Stimmengewirr im Tempel. Nach einem Moment andächtiger Stille stimmte der Chor eine liebliche Melodie an, die sich zu einer überaus komplexen Musik auswuchs. Adara verlor bald den Bezug zum Klanggebilde. Es war schön, mächtig, berauschend und überkandidelt. Sie fragte sich, was die Praiosgeweihten sich beweisen mussten, wenn sie jede Mittagsandacht mit einem so hohen Gebot eröffneten.

»Du scheinst nicht bei der Sache.«

Adara drehte sich irritiert um. Sie hatte keine Schritte gehört. Hinter ihr stand Praiodan. Dem Inquisitor gelang es in der letzten Zeit zu oft, sie zu überraschen. »Ich warte auf dich. Wollte ich alle Gottesdienste besuchen, käme ich nicht mehr zum Essen. Oder zum Schlafen. Ich bin zuversichtlich, dass dein Herr das versteht.«

»Zwölf Götter sind zu viele?« Er grinste. »Ich bin entsetzt über deine lästerliche Rede. Was führt dich her?&laqu
o;

Sie senkte ihre Stimme. »Wulf.«

Praiodans vergnügtes Lächeln schwand. »Das sollten wir nicht hier besprechen.« Er hielt ihr die Hand hin und half ihr auf. Adara klemmte ihre Krücken unter die Arme, und als der Zelebrant seine Gemeinde begrüßte, verließen sie den Tempel.

An einem Marktstand kaufte Praiodan zwei Wurstbrötchen von einem verschüchterten Lehrling, der sich weigerte, von dem »Hohen Herrn« Geld anzunehmen. Aber der Praiosgeweihte war hartnäckig. Die Münzen wanderten, ein großzügiges Trinkgeld inklusive, in die Kasse des Markthändlers.

Adara schüttelte den Kopf. »Du bist zu nett für diese Welt.«

»Ich nehme keine Geschenke an, auf die ich nicht angewiesen bin. Wenn ich wirklich etwas zu essen bräuchte, müsste ich mich nur ins Refektorium begeben und um eine Mahlzeit bitten.«

Er führte sie zu einer verlassenen Bank mit Blick auf den Hafen. Mit Ausnahme einiger unglücklicher Lehrlinge und Knechte befand sich ganz Elenvina zum Gottesdienst in der Wehrhalle.

»Ich gehe davon aus, dass du nichts aus Wulf herausbekommen hast«, eröffnete Adara die Diskussion. »Keine Kontakte, keine Namen, keine Rezepte und keine Gründe für sein Handeln.«

Praiodan reichte ihr ein Brötchen. »Nein. Er schweigt wie ein Stein.«

»Dass du ihn in zwei Monden nicht zum Reden bringst, wundert mich.« Die Wurst entsprach nicht den Standards, die Phejanca in ihrem Gasthaus setzte. Adara kaute sie mühsam.

»Eine hochnotpeinliche Befragung steht zur Diskussion.« Praiodans Tonfall war sorgfältig neutral.

Sie legte ihr Brötchen auf d
ie Bank. »Er wird euch nur das erzählen, von dem er glaubt, dass ihr es hören wollt. Kein unter Folter erpresstes Geständnis war jemals ehrlich. Ich nehme nicht an, dass dein Herr sich über solche Sachen mehr freut als meiner.«

»Es gibt Stimmen in der Wehrhalle, die eure Methoden als ebenso vermessen ansehen wie die der Geißler.« Er nahm sein Brötchen und zerkrümelte es zur Freude der Vögel. Möwen, Spatzen und Tauben balgten sich zu seinen Füßen um die Krumen. »Richter und Henker in einer Person, das ist nur den Göttern selbst vorbehalten.«

»Also erpresst man mit Folter ein Geständnis und verfährt dann nach der Gerichtsordnung. Großartig.« Auch Adara zerteilte ihr Brot und warf es in Richtung Fluss. Tauben und Möwen vertrieben die Spatzen, um sich leichter bekämpfen zu können. »Das ist so viel besser als unsere Methoden. Wir schnüffeln rum, bis sich der Schuldige verrät und wir genug Hinweise haben, um ihn vor eines eurer Gerichte zu bringen. Oder ihn zu Boron zu schicken, wenn er ein Paktierer ist und dadurch sein Leben verwirkt hat.«

Praiodan antwortete nicht. Zu ihren Füßen balgten sich die Vögel. Der Inquisitor warf die Reste seines Essens in die Menge. »Hast du einen anderen Vorschlag?«

Adara zuckte mit den Schultern. Praiodan hatte einen Hang dazu, einmal erworbene Dinge nicht wieder herzugeben. »Ich würde ihn laufen lassen.«

»Wie bitte?« Er drehte sich so heftig zu ihr um, dass ihre Krücken zu Boden krachten. Tauben und Möwen stoben in die Höhe. »Freilassen? Einfach so?«

Sie grinste. Abenteuerlustige Spatzen nutzten die Flucht der anderen Parteien, um sich ihren Anteil an der Beute zu holen. »
Nicht einfach nur so. Ein solches Unternehmen muss gut vorbereitet werden. Zuerst machst du Wulf die Flucht schmackhaft. Er braucht einen Grund, um zu rennen wie ein Hase. Droh ihm Folter an. Öffentliche Auspeitschung, nackt am Schandpfahl für zwei Wochen, ein Todesurteil. Hauptsache, er glaubt es und will fliehen.« Die Möwen hatten sich von ihrem Schrecken erholt und stürzten sich auf die Wurstreste.

»Anschließend sorgst du dafür, dass er entkommen kann.« Adara setzte ein unehrliches, strahlendes Lächeln auf. »Natürlich muss er auf ausreichend Widerstand treffen, dass es glaubhaft ist. Und danach verfolgen wir ihn. Mit etwas Abstand, damit er sich immer wieder unbeobachtet fühlt, aber nahe genug, um ihn aufzuscheuchen, sobald er zur Ruhe kommt.« Je weiter sie die Idee ausspann, desto besser gefiel sie ihr. »Irgendwann zieht er sich an einen Ort zurück, an dem er sich unangreifbar wähnt. Dort findest du seine wichtigsten Unterstützer. Und genau an diesem Fleck nimmst du ihn und seine Helfershelfer fest und schleifst ihn vor dein geliebtes öffentliches Gericht. Wenn du durch seinen Weg nicht alles über ihn erfährst, das du je wissen wolltest, solltest du dir überlegen, ob du dich noch einen Geweihten des Praios nennen darfst.«

Praiodan schloss seinen Mund mit Mühe. Zu seinen Füßen nahmen Möwen und Tauben ihren Kampf wieder auf. »Wulf hat dir das Bein gebrochen«, sagte er heiser. »Dämonisch vergiftetes Rauschgift an der Tempelschule verteilt, einem Magus in einen Minderpakt getrieben und dich und Faisal obendrein noch ein zweites Mal tätlich angegriffen. Und du willst ihn auf freien Fuß setzen?«

Die Sache machte Spaß. »Du hast selbst gesagt, dass er nicht redet. Also lass ihn durch Taten sprechen. Die Menschen sind e
hrlicher, wenn sie sich unbeobachtet glauben.«

»Du bist verrückt.« Es war eine Feststellung.

Adara zuckte mit den Schultern. »Ich diene Phex. Viele meinen, die Aussagen seien austauschbar.«

»Wie willst du dafür sorgen, dass du ihn wiederfindest?«

»Wulf ist ein stattliches Mannsbild. Selbst wenn er sich in Sackleinen kleidet, werden die Frauen ihn beschreiben können.« Zu ihren Füßen drängten die Tauben die Möwen zurück und zankten sich untereinander um das teigige Strandgut.

»Das reicht mir nicht«, erklärte Praiodan. »Ich lasse ihn nur laufen, wenn«, er stieß ihr mit dem Zeigefinger auf die Brust und erwischte ihr Phexamulett, das sie unter dem Hemd trug, »wenn du eine Möglichkeit hast, dass du ihn auf jeden Fall und egal wo er sich versteckt, auffindest. Ich werde diesen Frevler auf keinen Fall auf gut Glück aus meinem Gewahrsam entlassen. Dafür ist er viel zu gefährlich.«

Weihrauch hing wie Nebel im Heiligtum des Phextempels. Adara schloss leise die Tür, verbeugte sich vor der großen Fuchsstatue und der darüber schwebenden Mondscheibe und humpelte zum Altar. Sie lehnte sich mit einem Arm auf den Opfertisch und vertraute ihre Krücken der Fuchsstatue an. Nach über sechs Wochen blieben ihre Gehhilfen an der richtigen Stelle stehen und unternahmen keinen Ausflug gen Boden.

Adara konnte es nicht erwarten, die Schiene loszuwerden. Sie trug Wulf ihr gebrochenes Bein nicht nach; sie hatte die Situation falsch eingeschätzt und musste mit den Konsequenzen leben. Schwerer wog, dass der ehemalige Praiosakoluth auf einem Vorrat gefährlichen Rauschgifts saß und beharrlich schwieg, woher er die Kristalle bezog, und w
ie sie hergestellt wurden.

Mit der freien Hand zog sie eine Weihrauchschale zu sich heran. Hinter ihr raschelte etwas; die leisen Schritte ihrer Weihschwester flüsterten auf dem Boden. Adara ignorierte sie. Mit Phejanca konnte sie sich später auseinandersetzen. Vorsichtig pustete sie auf die Kohlen in der Schale. Die feine Asche wirbelte auf und gab rote Glut frei. Bedächtig streute sie das Balsamharz auf die Kohlen. Es dauerte nicht lange, bis sich eine frische Weihrauchspirale mit dem Nebel im Heiligtum vermischte. Adara legte ihre Hände ineinander und suchte ihren Herrn.

Schweigend unterbreitete sie Phex ihren Plan. Wulf freizulassen. Ihm in...


Technik

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