Siggi Pizolka, die mobile Kosmetikerin aus Düsseldorf, hat auf Sylt ein Häuschen geerbt. Mittlerweile hat sie sich mit ihrem Lebensgefährten dort eingelebt und stellt gerne mal auf eigene Faust Ermittlungen an.
Für Katharina läuft es nicht ganz so rund. Sie ist mehr oder weniger auf Flucht vor ihrem gewalttätigen Noch-Ehemann und möchte in ihrer alten Heimat endlich zur Ruhe kommen. In einem neueröffneten Café hilft sie daher nicht nur aus, sondern bereichert das Sortiment auch noch mit selbst kreierten Pralinen.
Als ihr Mann plötzlich im Laden steht, bricht Katharinas Welt zusammen, noch mehr, als dieser kurz darauf tot aufgefunden wird. Mit einer vergifteten Praline im Magen.
Siggi wird beauftragt, den Fall zu übernehmen, doch ganz so einfach ist das nicht. Immerhin müsste sie sich in einem Männer-Retreat bewegen. Wie gut, dass sie Törtchen hat.
Für mich war es der erste Fall, obwohl es schon der fünfte Band ist. Dennoch kam ich schnell rein und hatte mich bald festgelesen. Siggi ist sehr taff und kreativ. Sie weiß, was sie kann und wie sie ihre Wege gehen muss. Auch auf Sylt ist sie angekommen, hat Freunde und Bekannte und auch ihre Lieblingsrunden mit dem Hund. An dieser Stelle bekommt man gerne etwas mehr Lokalkolorit zu spüren.
Siggi nimmt schnell die Ermittlungen auf, doch sie ist nicht alleine. Ihr Mann Törtchen unterstützt sie, aber auch ein Privatdetektiv, der eigentlich vom Toten engagiert wurde. Das Trio begibt sich auf Spurensuche und gewährt dabei Einblicke in die Welt von Männer-Retreat Influencern.
Die Autorin Dorothea Stiller lies auch mich teilhaben an den Kursen, die der Influencer auf der Insel gab. Zumindest im Ansatz und deutlich mehr, als ich erwartet hätte. Diese Einblicke führten zu einem gewissen Verständnis, aber auch zum Aufmerken, was es so alles gibt und wie gefährlich es letztlich sein kann.
Der Fall an sich ist sehr spannend, da man zwar auf den ersten Blick meint, man kenne die Täterin/den Täten, jedoch passt dabei einiges nicht zusammen. Daher heißt es, alles neu überdenken, neue Ansätze finden und so nach und nach sich der wahren Täterin / dem wahren Täter annähern.
Fazit:
Auch wenn es für mich ein Quereinstieg war, kam ich dennoch gut mit der Geschichte zurecht. Siggi ist auch im fünften Band noch gut gezeichnet und ich hatte schnell ein Bild von ihr vor Augen.