
Wiens
Männer fürchten sich. Denn wer nachts alleine unterwegs ist, muss damit rechnen, den folgenden Morgen nicht mehr zu erleben. Bereits mehrere Männer wurden
brutal zusammengeschlagen, einige starben an den Folgen ihrer Verletzungen. Die Angriffe unterscheiden sich von allen bisher bekannten Serientaten, da die einzige
Gemeinsamkeit der Opfer ihr Geschlecht zu sein scheint. Das verunsichert nicht nur die Polizei, sondern auch die männiche Bevölkerung. Es scheint, als könne
jeder ins Visier geraten.
Psychoanalytiker Arthur Lang hat indessen anderes im Kopf: Frisch verliebt in seine neue Freundin, welche eine
Frauenberatungsstelle in Wien leitet, erkundet er neue Seiten der Stadt. Auch Arthur muss sich im
Praxisalltag mit männlicher Gewalt befassen: Da wäre eine Patientin, die von ihren Gewalterfahrungen berichtet, aber auch ein Patient, der gesteht, sich seinen Schülerinnen unangemessen genähert zu haben. Als
auch dieser Mann nachts attackiert wird, glaubt Arthur, zu erahnen, worin die Gemeinsamkeit der Männer liegt, die diesen Angriffen zum Opfer fallen.
Edith Kneifl, die Wiens Licht- und Schattenseiten kennt, lässt uns die Atmosphäre spüren, die die
Stadt nach dem Sommer einhüllt:
düster-schummrig, aufregend und urgemütlich, stets begleitet von
Wiener Nonchalance. Als ausgebildete Psychoanalytikerin entwirrt Edith Kneifl vor uns das Innerste ihrer Charaktere samt ihrer Motive und fragt: Kann
Gerechtigkeitssinn in Rache umschlagen? Können
Täter zu Opfern, Opfer zu Tätern werden? Mit Berufskollegen Arthur Lang balancieren wir meisterhaft am
Abgrund der menschlichen Seele. Aber auch abendlichen
Spaziergänge durch Wien kommen nicht zu kurz. Für uns immerhin ohne Notwendigkeit, an Pfefferspray und Schlüssel in der Hand zu denken.
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