Ein Buch voller einzelner Geschichten, die ineinander verwebt sind.
Das Buch erzählt von einer dicken Frau, die überall die Blicke auf sich zieht. Ihre Gedanken drehen sich darum, wie sie immer auffällt und zugleich nicht auffallen möchte. Zusätzlich ist ihr Partner, genannt BC, ebenfalls ein Blickmagnet. Er ist kleinwüchsig, anders als sie, stören ihn die Blicke nicht. Er geht damit selbstbewußt um, arbeitet sogar als Akt und lässt sich zeichnen.Diese Zusammenfassung sagt aber nichts über das Buch aus! Beim Lesen ist mir aufgefallen, dass es keine deutsche Geschichte ist. Hier herrschen nicht die deutschen Romanregeln. Stattdessen geht es viel um Sprache. BC schreibt an einem "Lexikon der Blicke ", seine Einträge tauchen immer wieder als Einschub im Text auf. Auch lesen wir keine stringente Geschichte, die sich an zeitlichen Abläufen orientiert. Stattdessen wird die Rahmengeschichte von bizarren Märchenelementen unterbrochen (z. B wie eine Figur halb Mensch halb Tier entstand).Das ist alles gut, die Sprache und die Übersetzung sind beeindruckend. Aber es war nicht das, was ich erwartet habe. Mich konnte das Buch nicht überzeugen, zugleich will ich aber noch einen Roman von Elif Shafak lesen -jetzt wo ich weiß, was auf mich zukommt.