Der Airedale Terrier Tarek wusste nicht, dass aus ihm einmal ein Polizeihund werden würde. Hier erzählt er von seiner Ausbildung und den spannenden Einsätzen, unterstützt von seinem Erziehungsberechtigten, dem Feldweibel Fabio Gandi Gandolfi vom Diensthunde-Kompetenz-Zentrum Zürich. Der Autor, Frank Baumann, lässt weitere Diensthunde und Personen am anderen Ende deren Hundeleine zu Wort kommen. Und erzählt von seinen persönlichen Erfahrungen mit Hunden.
Erster Eindruck: Ein süsser Hund auf dem Cover, ein witziger Buchtitel sehr gut!
Ich habe zu diesem Buch gegriffen, da ich die Idee, einen Polizeihund zu interviewen und diesen aus seiner Warte erzählen zu lassen, klasse fand. Ich war sehr gespannt. Es war interessant, über die Auswahl der Hunderassen für den Polizeidienst zu lesen. Die Hunde werden ab Welpenalter z.B. für das Suchen von Drogen ausgebildet, für das Mantrailing (Personensuche), für Geld oder für Datenträger. Bei der ersten grossen Prüfung zeigt sich, ob der Hund wirklich für den Polizeidienst geeignet ist. Wenn einer z.B. Angst hat, über unbekannte Flächen zu laufen, wird es leider nicht schaffen. Oder wenn er sich zu sehr ablenken lässt (von anderen Menschen, Tieren, Situationen). Oder zu schreckhaft ist.
Bleib flauschig. (Tarek)
Die Liebe der Hundeführer zu ihrem Tier ist sehr gut spürbar, denn obwohl der Hund Teil ihrer Arbeit ist, ist er zugleich auch Teil der Familie. Es war auch gut zu sehen, mit welcher Leidenschaft die Hundeführer ihre Arbeit ausführen (und die Vierbeiner natürlich auch!). Hundeführer kommen nach einem Arbeitstag übrigens öfters mit etlichen Hämatomen am Körper nach Hause. Wieso? Wenn sie für die Trainings als Schutzdiensthelfer den Franzosen anziehen, d.h. den dick gepolsterten Anzug, und so den bösen Mann markieren und sich beissen lassen. Ups
Was wusste ich vor dieser Lektüre über die Arbeit eines Hundeführers und dessen Hund? Nichts. Natürlich nichts. Das Buch hat mir daher interessante Einblicke in den Polizeihund-Alltag gegeben und mich zudem auch noch ausgezeichnet unterhalten. Ich fand es schön, dass auch ein paar Fotos abgebildet waren; diese machen einen solchen Bericht immer sehr viel persönlicher. Also: gut gebellt, Tarek! 5 Sterne.
[Eine Randbemerkung zum E-Book: Ich habe das Buck als E-Book gelesen und festgestellt, dass diese Namen der Dialogpartner nicht gut lesbar sind, denn sie lassen sich auch beim Vergrössern der allgemeinen Schriftgrösse nicht besser darstellen.]