Shadowbound Academy of Death von Freya Dawn ist der erste Band ihrer spicy Dark Romantasy über Werwölfe, Vampire und noch viel Schlimmeres.
Erneut ist Liora von einem Internat geflogen und ihre Außenseiterrolle war nie deutlicher. Leider bleiben ihr nach dem Tod ihrer Mutter nicht mehr viele Optionen und so entscheidet sie sich doch, die elitäre Akademie ihres verstorbenen Großvaters aufzusuchen, wo sie angeblich immer einen Platz hat. Kurz nach der Ankunft in dem abgelegenen und düsteren Schloss kommen Liora jedoch schnell Zweifel an ihrer Entscheidung. Nichts ist, wie sie es erwartet hatte und statt reicher und verwöhnter Sprösslinge sind ihre Mitschüler eher tödlicher Abstammung. Aber auch im Schloss lauern gefährliche Geheimnisse, die scheinbar nur auf die Ankunft der lang verschollenen Erbin gewartet haben.
Der Klappentext hat mich definitiv neugierig gemacht und ich mag die Grundidee der Academy of Death. Ein weiterer Pluspunkt sind die verschiedenen Perspektiven, was ich bezüglich der Dynamik einer Story immer positiv finde. Die düstere und bedrohliche Atmosphäre ist hier absolut gelungen und ein klares Highlight des Buches.
Der Schreibstil von Freya Dawn liest sich leicht und locker und die Sprache passt zu den Charakteren. Liora steht eindeutig im Fokus der Handlung, aber auch die anderen Charaktere erfüllen wichtige Rollen.
Es handelt sich um einen ersten Teil, wo natürlich viele Fragen offenbleiben. Aber trotzdem hat mir persönlich ein wenig der rote Faden gefehlt, denn manchmal hatte ich bezüglich der Aktionen der Charaktere nur ein Fragezeichen über dem Kopf. Liora wirkt erst tough und selbstbewusst, aber dann agiert sie völlig naiv und kopflos. Die Motive der übrigen Protagonisten bleiben fast komplett im Dunkeln und ich hoffe hier schnellstmöglich auf Antworten. Wie die Buchbeschreibung schon sagt, gibt es auch jede Menge Spice, wobei sich hier bei mir wieder die Fragezeichen häuften, weil ich manchmal einfach nur dachte: Warum. Über den Spice hinausgehende Emotionen konnte ich zumindest nicht glaubhaft erkennen.
Die Fortsetzung würde ich aber trotzdem lesen, denn wie schon gesagt, die Grundidee hat echt Potenzial.
Mein Fazit:
Noch fraglich, wohin die Reise geht, aber von mir gibt es knappe 4 Sterne!