Dürrenmatt ist ohne Zweifel der Großvater von Freida McFadden. Er hat ihr die Kunst des Twistes vererbt.
Nichts ist wie es scheint, aber der Wahnsinn hat im wahrsten Sinne Methode. Ich kannte das Buch nicht aus der Schule, daher dachte ich, ich sollte es mal lesen.Die Sprache ist etwas veraltet, es ich ja auch eher ein Bühnenstück. Ansonsten dachte ich immer nur - Freida hat sich reichlich an den Physikern bedient.Allerdings: Bei Freida ist es das tragende Element, bei Dürrenmatt ein Mittel zum Zweck: Es geht um Vernatwortung in der Forschung und überhaupt allgmein. Man kann nicht immer vorhersehen, was das eigene gut gemeinte Handeln bewirkt. Es erinnert mich an die Woke-Bewegung, die wahrscheinlich in besten Absichten gehandelt hat, aber lertztendlich Abstumpfung und Überdruss ausserhalb ihrer eigenen Blase bewirkt hat.Sehr gut gefallen hat mir, dass Dürrenmatt eine Frage gestellt hat, die er aber selber nicht beantworten konnte: Seine zentrale Figuren scheitern und am Ende gewinnt die Figur... na Freida lässt grüßen.Für Freida-Fans, die mal einen kurzen Abstecher in die klassische anspruchvollere(?) Lieteratur machen wollen ist es perfekt.