Ein echter Page-Turner: keine Längen, durchgehend spannend, glaubhafte Figuren und dazu das großartige Rügen-Setting. So muss Krimi sein.
"Hafenmord" war für mich ein Volltreffer und bekommt die vollen 5 Sterne.Schon der Einstieg macht neugierig, aber richtig gepackt hat mich, wie sich der Fall danach immer weiter entwickelt. Der Mord an Kai Richardt, das Skelett einer seit Jahren vermissten Frau und die immer neuen Verbindungen in die Vergangenheit sorgen dafür, dass ständig etwas passiert, ohne dass die Geschichte überladen wirkt.Was mir besonders gefallen hat: Das Buch hat für mich wirklich keinerlei Längen. Die Ermittlungen gehen ständig voran, es kommen neue Informationen hinzu und immer wieder ändern sich die möglichen Zusammenhänge. Ich hatte dadurch permanent das Gefühl, noch ein Kapitel lesen zu wollen - und genau das macht für mich einen richtig guten Krimi aus.Auch die Figuren haben sehr gut funktioniert. Romy Beccare wirkt glaubhaft, hat Ecken und Kanten und kommt trotzdem angenehm natürlich rüber. Kasper Schneider bildet dazu einen guten Gegenpol. Beide haben genug Persönlichkeit und Privatleben, um nicht nur als austauschbare Ermittler zu wirken, ohne dass der eigentliche Kriminalfall dabei in den Hintergrund gedrängt wird.Und dann natürlich das Setting: Rügen, Sassnitz, der Hafen und die Ostseeküste passen für mich perfekt zu dieser Art von Geschichte. Küste funktioniert bei mir sowieso fast immer, aber hier wird sie nicht einfach nur als schöne Kulisse benutzt, sondern trägt wirklich zur Atmosphäre des Romans bei.Spannender Fall, glaubhafte Figuren, tolles Setting und vor allem extrem kurzweilig erzählt. Für mich ein echter Page-Turner und genau die Art Krimi, bei der ich nach dem letzten Kapitel direkt Lust auf den nächsten Band bekomme.