Dr. Hans Arno Grille, geboren 1925 in Leipzig und dort aufgewachsen, lauschte von klein auf den Berichten seiner beiden Cousinen, die alljährlich in den Großen Ferien von Leipzig aus in die ostpreußische Heimat ihres Vaters fuhren. Ihr Onkel war dort Förster mit einem Gehöft mit vier Pferden, Rindern, Schweinen usw.
So hatte Ostpreußen für Hans Grille theoretisch Bedeutung.
Später im Tattersall bei Reitunterricht und Pferdepflege lernte er den reinen Trakehner Hilderich und von 1943 bis 1945 als Soldat im Osten als Reiter und Fahrer bei der bespannten Artillerie die rittigen ostpreußischen Pferde kennen.
Nach dem Krieg mußte er anderthalb Jahre Gymnasium und Abitur nachholen, arbeitete gratis auf der Galopp-Rennbahn Scheibenholz in Leipzig bei Trainer Lewicki nach der Schule, um so die Möglichkeit zum Reiten zu bekommen.
Das tägliche Training der Vollblüter auf der Sandbahn war für ihn erbauend und aufschlußreich.
Von 1947 bis 1952 studierte er in Leipzig Veterinärmedizin und gründete 1953 eine Landpraxis in Mecklenburg. In den dreißig Jahren seiner tierärztlichen Tätigkeit auf dem Lande züchtete er Trakehner Pferde. Seine Stammstute wurde vom westdeutschen Trakehner Verband wegen guter Zuchterfolge als Elitestute eingestuft.
Grundlage seines Buches über ein ostpreußisches Pferd waren Erfahrungen von Zucht, Ausbildung und Handel mit Pferden, der Niedergang Ostpreußens mit Flucht der Bevölkerung, Strapazen bei Kriegsende und Neuanfang bei Mensch und Pferd.