Wer den ersten Band kennt, findet sich schnell wieder in der Welt der Kelten zurecht. Alenja steht inzwischen vor neuen Aufgaben und muss nicht nur für sich selbst, sondern auch für viele andere Verantwortung übernehmen. Mit jeder Entscheidung verändert sie sich ein wenig. Dabei wird deutlich, wie viel auf ihren Schultern liegt.
Neben den Aufgaben als Rigani spielt auch das private Glück von Alenja eine wichtige Rolle. Umso mehr fällt auf, wie schnell sich alles verändern kann. Die Freundschaft zu Muria bringt zwischendurch schöne Momente, doch im Hintergrund wächst die Gefahr immer weiter. Als Airell wieder auftaucht, wird schnell klar, dass für Alenja und ihr Volk keine einfache Zeit bevorsteht.
Die Geschichte hielt von Anfang bis Ende mein Interesse wach. Es gibt ruhigere Abschnitte, aber auch viele Momente, in denen ich wissen musste, wie es für Alenja weitergeht. Besonders gut gefallen hat mir auch, dass nicht nur die großen Ereignisse im Mittelpunkt stehen, sondern auch die kleinen Augenblicke dazwischen. Dadurch bekommen viele Szenen eine besondere Nähe.
Die Menschen in der Siedlung bekommen ebenfalls ihren Platz. Dadurch beschränkt sich die Geschichte nicht nur auf die großen Ereignisse. Manche Entscheidungen überraschen, andere regen zum Nachdenken an. Vor allem Alenja zeigt immer wieder, wie schwer es sein kann, Verantwortung zu tragen und dabei den eigenen Weg nicht aus den Augen zu verlieren.
Die Zeit der Kelten wird anschaulich beschrieben und fügt sich ganz selbstverständlich in die Geschichte ein. Bräuche, das Leben in der Siedlung und die Arbeit der Druiden passen gut zu dieser Zeit und lassen die Welt der Kelten vorstellbar werden.
Die Geschichte verbindet das Leben der Kelten mit den Schicksalen ihrer Figuren auf eine besondere Art. Mit jeder Seite wird deutlicher, wie alles zusammenhängt. Bis zum Ende bleibt die Neugier, wie sich Alenjas Weg entwickeln wird. Am Ende schließt sich der Kreis um Alenja auf eine Weise, die gut zur ganzen Geschichte passt.
5 Sterne.