
Im Königreich zählt, was sichtbar ist. Leistung. Ordnung. Nutzen. Wer funktioniert, bekommt einen Platz. Wer nichts vorzuweisen hat, beginnt langsam zu verschwinden.
Sila hat gelernt, möglichst wenig Raum einzunehmen. Sie arbeitet in den Archiven, unauffällig und zuverlässig, bis sie eines Tages das Königreich verlässt und in die Wüste geht. Dort verliert alles an Bedeutung, was ihr bisher Halt gegeben hat. Nur die Idee von Wasser bleibt.
Durch einen Riss im Boden gelangt Sila schließlich an einen Ort, an dem andere Regeln gelten. Hier leben die Pflanzenkinder. Niemand prüft sie. Niemand verlangt einen Beweis für ihre Existenz. Und langsam erkennt Sila, dass manche der Worte, die sie für ihre eigenen hielt, ihr einst von anderen gegeben wurden.
Die Republik der Pflanzenkinder ist eine poetische, philosophische Erzählung über Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, Fremdbestimmung und Zugehörigkeit - und über das Wachstum, das lange verborgen bleibt, bevor es die Oberfläche erreicht.
Null Papier Verlag
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