Loving fiercely von Isabel Kritzer ist der zweite und abschließende Band ihrer emotionalen Elite-College-Dilogie.
Endlich hat sich Lua für Cruz entschieden und ihm erneut ihr Herz geschenkt. Doch das Gefühl von Freiheit und Sicherheit hält nur kurz an, denn ihre Eltern sabotieren ihre Beziehung, wo sie nur können. Auch nach der Rückkehr an das elitäre Wyford College kehrt keine Ruhe ein. Auf der einen Seite erfüllt sich endlich ein langgehegter Traum für Lua, dessen Verwirklichung sie eindeutig Cruz verdankt. Aber all das kann nicht davon ablenken, dass Neid und Intrigen ihre noch frische Beziehung auf eine harte Probe stellen. Nicht nur die Eltern von Cruz sorgen für Skandale, sondern auch seine eigene Vergangenheit holt ihn gnadenlos ein. Lua muss schwierige Entscheidungen treffen, die nicht nur sie allein betreffen.
Nach dem Cliffhanger des ersten Teils musste man sich fragen, wie es nun wohl weitergehen wird. Die Handlung setzt in dieser Fortsetzung nahtlos an die bisherigen Geschehnisse an, aber die erwartete Aufregung bleibt überraschenderweise aus. Isabel Kritzer legt den Fokus eindeutig mehr auf die gefühlsmäßige Entwicklung von Lua, die inzwischen deutlich selbstbewusster geworden ist.
Lua kann ihr Verhalten und ihre Bedürfnisse nun endlich richtig einordnen und man merkt ihr die Erleichterung darüber an. Das Pflichtbewusstsein gegenüber ihren Eltern kann sie trotzdem nicht komplett ablegen, auch wenn sie zum ersten Mal für ihre eigenen Wünsche eintritt.
So sehr ich diese Entwicklung als wichtig und gut empfinde, geht dieser Fokus doch etwas zu Lasten der Spannung, die es im Auftaktband noch gab. Es gibt zwar trotzdem überraschende Twists und Spannungsmomente, aber sie werden mir persönlich zu schnell aufgelöst. Man hat mehr das Gefühl, dass Lua einfach nur ihren neuen Alltag schildert und das ist im Vergleich zum ersten Teil einfach nicht ganz so mitreißend. Trotzdem hat mir die Fortsetzung gut gefallen, da sie sich tiefgründig und sensibel mit Luas spezieller Situation auseinandersetzt, was ich so in anderen Büchern noch nicht gelesen habe. Mein Happy-End-süchtiges Herzchen wurde auch zufriedengestellt, so dass der Abschlussband für mich insgesamt gelungen ist.
Mein Fazit:
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!