Eifel-Müll

Der 9. Siggi-Baumeister-Krimi.
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Der neunte Band der Eifel-Serie. »Auf einer wilden Müllkippe findet Journalist Siggi Baumeister die 19-jährige Natalie Cölln. Ihr Genick ist gebrochen, und sie hat eine Kugel im Kopf. Geheimnisvoll: Ihr Freund Sven fährt in derselben Nacht mit seinem … weiterlesen
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Eifel-Müll als eBook epub

Produktdetails

Titel: Eifel-Müll
Autor/en: Jacques Berndorf

EAN: 9783894258290
Format:  EPUB
Der 9. Siggi-Baumeister-Krimi.
Familiy Sharing: Ja
Grafit Verlag GmbH

26. September 2011 - epub eBook - 319 Seiten

Beschreibung

Der neunte Band der Eifel-Serie. »Auf einer wilden Müllkippe findet Journalist Siggi Baumeister die 19-jährige Natalie Cölln. Ihr Genick ist gebrochen, und sie hat eine Kugel im Kopf. Geheimnisvoll: Ihr Freund Sven fährt in derselben Nacht mit seinem Golf gegen eine Betonwand. Zwei Tote in der Eifel - ein klarer Fall für Siggi und seinen liebenswerten Freund Rodenstock. Die beiden recherchieren, tüfteln und entdecken jede Menge Motive. Ein Lese-Abenteuer perfekt durchgemischt: voller Spannung, Witz und Ironie.« (BILD)
»... die beste Serie im zeitgenössischen deutschen Kriminalroman ...« (Jochen Schmidt/FAZ)

Portrait

Jacques Berndorf - Pseudonym des Journalisten Michael Preute - wurde 1936 in Duisburg geboren und lebt heute in der Eifel. Er war viele Jahre als Journalist tätig, arbeitete unter anderem für den "stern" und den "Spiegel", bis er sich ganz dem Krimischreiben widmete.

Seine Siggi-Baumeister-Geschichten haben Kultstatus, im Grafit Verlag sind erschienen: Eifel-Blues, Eifel-Gold, Eifel-Filz, Eifel-Schnee, Eifel-Feuer, Eifel-Rallye, Eifel-Jagd, Eifel-Sturm, Eifel-Müll, Eifel-Wasser, Eifel-Liebe, Eifel-Träume und Eifel-Kreuz.

Außerdem lieferbar: Die Raffkes und Der Kurier (beides Politthriller).

Leseprobe

ERSTES KAPITEL


Jedes Mal, wenn die kleine Britney Spears mit ganz verruchter Gauloises-Stimme I can't get no satisfaction singt, habe ich das Gefühl, mein Eisfach versuche mir klarzumachen, dass es mich hemmungslos liebt.

Also, Britney röhrte durch mein Haus, draußen herrschten blauer Himmel und Schäfchenwölkchen. Ein paar wild gewordene NATO-Krieger spielten in ihren Jets Fangen und mühten sich, die vorgeschriebene Höhe von mindestens dreihundert Metern zu unterschreiten, weil das so schön kreischt.

Pfarrer Eich rollte in seinem dunkelblauen Ford vor dem Haus vorbei und grüßte in mein Arbeitszimmer. Er ist meines Wissens der einzige katholische Geistliche in der Eifel, der es fertig bringt, auf eine viel befahrene Kreuzung zu gleiten und dabei nach allen Seiten zu winken, ohne zu bemerken, dass die andere Seite Vorfahrt hat. Er ist eben liebenswert und hat den Vorteil des Bodenpersonals, dem stets ein Engel auf der Schulter hockt, der sanft bremst.

Es war Juni, der Ginster blühte noch, die Eifel explodierte in Grün – streng nach internationalen Regeln: Irland hat vierzig Sorten Grün, die Eifel fünfzig und Indien tausend. Gisbert Haefs hat das bei der Recherche für seinen Roman Raja herausgefunden, seitdem sagen die Eifler: Wir sind weltweit an zweiter Stelle. Dabei grinsen sie diabolisch.

Ich war von Herzen glücklich, was damit zu tun hatte, dass ich allein im Haus war und mir schon nur die Möglichkeit einer unbegrenzten freien Ausdehnung ein massiv zärtliches Gefühl im Bauch bereitete – obwohl es schwierig ist, zwei Lokusse gleichzeitig zu besetzen. Immerhin konnte ich mich rasieren und zwischendurch mit Schaum im Gesicht schnell einmal am Billardtisch versuchen, einen Stoß über drei Banden hinzubekommen. In solchen Situatione
n gewinne ich grundsätzlich.

Das Leben war klar, fast durchsichtig heiter. Ich dachte pausenlos positiv und hätte in diesem Zustand vermutlich sogar ein Interview mit dem Papst in Rom durchgestanden, ohne auffällig zu werden. Meine Seele spielte unaufhörlich einen langsamen Walzer mit etwa siebenundvierzig Streichern und sechs fantastisch schönen Frauen an goldglänzenden Harfen. Das war morgens gegen elf Uhr.

Irgendwo im Haus jaulte der junge Hund Cisco erbärmlich. Er war jetzt etwa anderthalb Jahre alt und das Versprechen, es handle sich um einen Schäferhund, hatte Mama Natur nicht eingehalten. Nach allgemeiner Ansicht war Cisco eine Mischung aus Schäferhund, Spitz, Dackel, Boxer und einem Eifler Vorstehhund der Marke 1870. Er hatte merkwürdig lange, leicht gekrümmte Beine, einen Ringelschwanz wie ein Ferkel und Augen wie ein Labrador: eisgrau. Er war ein eindrucksvolles Stück Gemüt und wir liebten uns intensiv.

Wenn er jetzt jaulte, hieß das nicht, dass er verzweifelt um sein Leben bettelte. Er bettelte vielmehr, dass der Hausherr kommen möge, ihn zu kraulen. Gehorsam latschte der Hausherr die Treppen hoch und fand Cisco im Dachgeschoss auf seiner Wolldecke liegend, Bauch nach oben, Läufe anmutig angewinkelt, Schnauze zur Seite, Augen geschlossen. Ich hockte mich neben ihn, murmelte »Guten Tag« und kraulte wie befohlen. Er seufzte aus tiefster Seele und schlief wieder ein. Vor etwa dreizehn Uhr war mein Cisco nicht lebensfähig.

Ich ging in den Garten, um am Teich ein paar Züge zu rauchen und mir zu überlegen, ob ich auf Willis Grab einen besonders schönen Stein legen sollte. Willi, mein Kater, hatte unlängst das Zeitliche gesegnet, war einfach im hohen Gras umgefallen wie jemand, der todmüde ist. Infarkt bei Katzen gibt es, hatte mir jemand lakonisch erklärt.
Ich hatte Willi unter dem Apfelbaum begraben, der in diesem Jahr die ersten Blüten angesetzt hatte.

Die Kater Paul und Satchmo waren mir geblieben. Die beiden lagen dicht an der Efeuhecke, Arsch in der Sonne, Kopf im kühlen, schattigen Gras. Edelrentner gewissermaßen, die träge durch den Tag taumelten und nicht einmal nach der Fliege schlugen, die ihnen auf der Nase tanzte.

Die Amseln, die hoch unter meinem Dach, am Fuß des Sattels einen sicheren Platz für ihr Nest gefunden hatten, führten ihre zwei Jungen ins Freie, um ihnen beizubringen, wie Amseln überleben. Sie machten einen Heidenlärm, weil sie so aufgeregt waren, und im Geiste hörte ich die Mutter streng tschilpen: »Ich habe gesagt: Vorsicht! Vorsicht habe ich gesagt!«

Gegen zwölf Uhr etwa setzte mein positives Denken aus, denn mich erreichten in kurzen Abständen drei Anrufe. Der erste kam von der Bank. Ein durchaus freundlicher Mensch teilte mir mit, ich müsste gelegentlich etwas für mein Konto tun, weil man sich sonst außerstande sähe, mich weiter mit Bargeld zu versorgen.

Der zweite Anrufer war eine Frau. Sie sagte etwas atemlos, ohne ihren Namen zu nennen oder sich sonst wie kenntlich zu machen: »Darf ich dir heute Abend auf den Geist gehen?«

Sicherheitshalber fragte ich: »Kennen wir uns irgendwie?«

»Irgendwie schon«, behauptete sie. »Ich bin Vera und du hast behauptet, eine zweite Vera kennst du nicht.«

»Vera«, murmelte ich. »Was ist los?«

»Nichts Besonderes«, antwortete sie tonlos. »Ich bin nur beurlaubt worden, praktisch bin ich nun arbeitslos.«

»Du bist doch Kriminalbeamtin«, widersprach ich matt.

»Da
s ist richtig. Aber beurlaubt wurde ich trotzdem.«

»Und warum?«

»Wenn ich dir das sage, glaubst du es nicht.«

»Versuch es doch einmal«, schlug ich vor.

»Ich habe mit einem Mörder geschlafen«, sagte sie, geriet aus der Fassung und begann zu schluchzen.

»Du hast was?«

»Ich habe mit einem Mörder geschlafen!« Jetzt schrie sie.

Auf derartige Aussagen fällt mir nie etwas Intelligentes ein. »O Gott! Wo bist du denn?«

»In Mainz, in meiner Wohnung. Mir fällt die Decke auf den Kopf. Ich will ja nicht... O Scheiße, Baumeister, vergiss es.«

»Nein, nein«, sagte ich hastig. »Komm her! Setz dich in dein Auto und komm her.«

»Ich habe kein Auto mehr.«

»Wieso?«

»Das hat der Mörder genommen und ist damit gegen einen Baum gefahren.«

»Kannst du dir kein Auto pumpen?«

»Das könnte ich«, sagte sie nach einer Weile. »Eine Kusine von mir arbeitet in der Nähe, die könnte ich fragen. Ich störe dich wirklich nicht?«

»Nein. Lass uns reden. Komm her!«

Ich hatte kaum die Leitung freigegeben, als es wieder klingelte. Ich dachte automatisch, es wäre noch mal Vera, aber es war ein Mann. Mit unnatürlich hoher, heiserer Stimme fragte er: »Spreche ich mit Siggi Baumeister?«

»Ja«, antwortete ich brav.

»Kennen Sie Mannebach?«

»Den Ort oder den Mann?«

»Den Ort. Rechts neben der B 410, zwischen K
elberg und Mayen. Fahren Sie dorthin.«

»Und was soll ich da?«

»Das werden Sie dann schon sehen.« Es klang so, als habe er das Ende seiner Botschaft erreicht.

»Moment mal«, ich wurde hastig, »ich kann doch nicht nach Mannebach segeln, nur weil Sie glauben, das könnte interessant sein.«

Eine Weile herrschte Ruhe.

»Es ist sehr interessant«, behauptete er dann mit Überzeugung. »Auf einem Feldweg linker Hand steht ein Streifenwagen und Normalsterbliche dürfen da gar nicht hin. Da liegt nämlich eine tote Frau mit einem Loch im Kopf.« Er machte eine Pause und setzte dann arrogant hinzu: »Ist das interessant genug, Euer Ehren?« Eine Sekunde später hatte er eingehängt.

Eines war sicher: An diese Stimme würde ich mich erinnern – für den Fall, dass er mich verulken wollte. Eine fiese Stimme, von der ich den Eindruck hatte, ich würde den Inhaber auf keinen Fall mögen.

Ich machte die Haustür auf und pfiff, so grell ich konnte. Cisco fegte die Treppen herunter, als ginge es um sein Leben. Er rannte an mir vorbei und hockte sich neben das Auto. Das hieß: Niemand verlässt das Haus – außer uns.

Ein Gewitter lag in der Luft, vom Süden her hatten sich gewaltige Wolkentürme in den Himmel geschoben, wunderbare Weiß- und Grautöne, gerahmt von einem satten Eifelblau.

»Ich möchte nicht, dass du gleich hysterisch wirst, wenn es kracht«, belehrte ich meinen Hund.

Er hockte auf der hinteren Sitzbank, legte den Kopf schräg, das linke Ohr hing herab wie ein nasser Waschlappen, das rechte stand steil in Habt-Acht-Stellung. Er antwortete nicht, er antwortet selten – braucht er auch
nicht, bei den Augen.

Ich fuhr sehr schnell und hatte auf der B 410 neben dem Gewerbegebiet etwa 160 km/h drauf, was keiner Sache förderlich ist.

»Angeblich gibt es eine Leiche«, informierte ich meinen Hund. »Angeblich weiblich, angeblich mit einem Loch im Kopf. Und angeblich steht da ein Streifenwagen. Damit wir nicht aus der Übung kommen.«

Auf der Höhe von Boxberg legte das Gewitter los. Es knallte recht ordentlich, der Regen kam wie aus Eimern, der Himmel war in Sekunden schwarz. Mein Hund war längst mit der Geschwindigkeit einer Rakete von der Rückbank geschossen und steckte den Kopf unter meinen Sitz. Es war unglaublich, wie platt...


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