Eifel-Wasser

Der 10. Siggi-Baumeister-Krimi.
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Der zehnte Band der Eifel-Serie. »Unfall oder Mord? Auch im zehnten Fall ermittelt Siggi Baumeister wieder gegen die Ungerechtigkeiten der Provinz. Umgeben von Hund, Katern und Koi stößt er auf üble Machenschaften - diesmal im Sprudelwassermilieu. .. … weiterlesen
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Eifel-Wasser als eBook epub

Produktdetails

Titel: Eifel-Wasser
Autor/en: Jacques Berndorf

EAN: 9783894258306
Format:  EPUB
Der 10. Siggi-Baumeister-Krimi.
Familiy Sharing: Ja
Grafit Verlag GmbH

26. September 2011 - epub eBook - 330 Seiten

Beschreibung

Der zehnte Band der Eifel-Serie. »Unfall oder Mord? Auch im zehnten Fall ermittelt Siggi Baumeister wieder gegen die Ungerechtigkeiten der Provinz. Umgeben von Hund, Katern und Koi stößt er auf üble Machenschaften - diesmal im Sprudelwassermilieu. ... In >Eifel-Wasser< erzählt Jacques Berndorf wieder einmal routiniert, aber immer noch spannend, von diebischer Freud und verbrecherischem Leid in seiner Wahlheimat Eifel.« (WAZ)

Portrait

Jacques Berndorf - Pseudonym des Journalisten Michael Preute - wurde 1936 in Duisburg geboren und lebt heute in der Eifel. Er war viele Jahre als Journalist tätig, arbeitete unter anderem für den "stern" und den "Spiegel", bis er sich ganz dem Krimischreiben widmete.

Seine Siggi-Baumeister-Geschichten haben Kultstatus, im Grafit Verlag sind erschienen: Eifel-Blues, Eifel-Gold, Eifel-Filz, Eifel-Schnee, Eifel-Feuer, Eifel-Rallye, Eifel-Jagd, Eifel-Sturm, Eifel-Müll, Eifel-Wasser, Eifel-Liebe, Eifel-Träume und Eifel-Kreuz.

Außerdem lieferbar: Die Raffkes und Der Kurier (beides Politthriller).

Leseprobe

ERSTES KAPITEL


Es war der erste sonnige Samstag nach vierzehn Tagen Dauerregen, die Temperatur kletterte schon um neun Uhr in der Früh auf zwanzig Grad, die Eifel atmete auf. Vor dem Haus schrie mein Kater Satchmo zum Gotterbarmen. Wahrscheinlich war er gerade dabei zu verhungern, er verhungert ständig. Sein Kumpel Paul saß mitten in der Hofeinfahrt und sicherte das Gebäude durch intensives, Furcht erregendes Umherstarren. Das war auch nötig, denn oben aus der Kurve der Dorfstraße drohte der so genannte Kampfkater mit einem Besuch, ein widerlicher Macho. Das Viech hatte die Angewohnheit, mit hoher Geschwindigkeit die Fressnäpfe meiner beiden Lieblinge zu leeren – in der Regel schon dann, wenn sie noch gar nicht entdeckt hatten, dass es etwas zu fressen gab. Insgeheim bewunderte ich diesen Rabauken, durfte das aber natürlich nicht zeigen.

Aus der Küche tönte Vera mit fieser Stimme: »Es ist erstaunlich, dass du aufgestanden bist.«

»Eine satte Leistung!«, pflichtete Emma ihr bei.

»Ich streite mich nicht mit dem Personal«, murmelte ich. »Wo ist Rodenstock?«

»Der sitzt im Wohnzimmer und bildet sich. Er liest Zeitung. Willst du einen Kaffee?«

»Schleimt euch nicht ein«, erwiderte ich hoheitsvoll. »Ich bin und bleibe unbestechlich.«

Ich ging hinaus auf den Hof und kraulte Satchmo, der sich immer noch bemühte, einen bemitleidenswerten Eindruck zu machen. Es hätte nur noch gefehlt, er hätte gehaucht: »Fremder, helfen Sie dem Vater vieler frierender und hungernder Kinder!«

Paul beachtete mich nicht, Paul beobachtete den Kampfkater, der das tat, was er immer tat: Er trollte harmlos auf der anderen Straßenseite auf dem Gehsteig heran und g&ou
ml;nnte mir und meinen Katern nicht einen einzigen Blick. Er roch mal da an einem Grashalm, dort an einem Zweig der Rosen und bewegte sich dabei so, als sei er schwer ermattet und dicht vor dem körperlichen Zusammenbruch.

»Passt auf«, sagte ich halblaut, »er wird angreifen, wenn er an dem Rosenbeet vorbei ist. Ich will euch siegen sehen, Jungs.«

Er war ein grau getigertes Tier mit mächtiger Brust, und sein rechtes Ohr gab es nur noch halb. Wahrscheinlich kannte er jedes weibliche Wesen im Umkreis von zehn Kilometern, war pro Jahr für zweihundert bis vierhundert Junge gut und nummerierte seine Eroberungen der Einfachheit halber durch.

Nun hatte er das Ende des Rosenbeetes erreicht. Pauls Rücken bildete einen eindrucksvollen Bogen. Dann folgte die Sichelstellung, höchst elegant. Er fauchte und machte ein paar Steppschritte zur Seite.

Das Monster schien nicht im Geringsten beeindruckt, tappte müde auf unsere Seite der Straße, hielt aber einen Abstand von etwa vier Metern. Er erreichte Pauls Gebiet und wollte wie selbstverständlich durch die Gartenpforte zu den Fressnäpfen wischen.

Paul startete durch und warf sich mit voller Wucht auf den Feind. Laut fauchend und kreischend bildeten sie sofort ein unentwirrbares, schnell kreisendes Knäuel. Haarbüschel flogen, die beiden schrien wie wütende Kinder, unterbrochen von dumpfen, sehr kehligen Lauten. Das alles war von erschreckender Ernsthaftigkeit.

Die Kampfmaschine löste sich und wich ein paar Zentimeter zurück. Sie sah wirklich gut aus, so eine Art Charles Bronson unter den Brücker Katzen. Und sie war ein wütender Charles Bronson. Der Kater legte den Kopf ganz flach nach vorn und berührte beinahe die Erde. Dann wackelte er mit dem Arsch und stemmte die Hinterläufe ein.

Ic
h wollte gerade »Gott sei euch gnädig!« hauchen, als er abhob. Er war einfach besser als mein Paul, viel gerissener. Wie von einer Sehne geschnellt schoss er auf Paul zu, der sich tief auf den Boden schob. Aber das Monster wollte Paul gar nicht vertrimmen, das Monster hatte ein ganz anderes Ziel. Wunderbar leicht flog er über Paul hinweg, touchierte den Zigarettenautomaten und landete sicher auf meiner Natursteinmauer. Jetzt war er fast anderthalb Meter über Paul positioniert und hatte das Sagen.

»Paul, du bist eine Knalltüte!«, äußerte ich wegwerfend wie ein Bundesligatrainer. »Das müssen wir beide noch einmal gründlich üben.«

Dann rief ich nach Satchmo, weil ich die linke Absicht hatte, das Monster in die Zange zu nehmen, aber Satchmo hatte sich verdrückt.

Das Monster thronte hoch über meinem Paul, dicht neben zwei schneeweißen Blütenrispen des wilden Knöterich. Der Junge wusste scheinbar genau, was ihn schmückte.

Paul entspannte sich und sah mich an, bewegte sich nicht von der Stelle. Rein praktisch war er erledigt und hätte um Gnade winseln müssen, aber das schien ihm nicht wichtig, er war von geradezu triefender Gelassenheit.

Plötzlich hörte ich einen dumpf drohenden Ton und das Monster flog ohne Vorwarnung von seinem Hochsitz. Dafür erschien Satchmo auf der Mauerkrone und beobachtete zufrieden, wie Paul den überraschten Gegner annahm und dann kräftig vermöbelte.

»Ihr seid unwahrscheinlich«, meine Seele jubilierte. »Ihr kriegt zweihundert Gramm Schweinegehacktes.«

Das Monster kuschte sich, ab sofort hatten wir einen Feind fürs Leben.

Rodenstock betrat den Hof und schwenkte die Zeitung, sein Gesicht wirkte merkwürdig verk
niffen. »Schlechte Nachrichten«, sagte er. »Erinnerst du dich an Breidenbach, Franz-Josef Breidenbach?«

»Nein, wer ist das?«

»Ein Lebensmittelchemiker. Als im vorigen Jahr der BUND hier in der Vulkaneifel Streuobstwiesen anlegte, war Breidenbach dabei. Jetzt ist er tot. Im Kerpener Steinbruch von einer Felslawine erschlagen. Er begeisterte sich unglaublich für die Natur hier und wusste unheimlich viel. Ein beeindruckender Mann. Schade. Es trifft immer die Falschen.«

»Wieso Felslawine?« Das kam mir sehr grotesk vor.

»Es muss im Steinbruch hinter der so genannten Strumpffabrik in Kerpen passiert sein. Er hat auf der mittleren Sohle unter einer Felsnase gezeltet. Der Trierische Volksfreund schreibt, dass er das oft tat. Wegen des tagelangen Regens ist eine Lawine abgegangen. Sie schätzen, ungefähr zweihundert Tonnen Gestein. Er hatte keine Chance. Du musst ihn auch kennen. Das war der Mann, der die Gewässer in der Eifel auf Köcherfliegenlarven untersuchte. Wo es die gibt, ist das Wasser sauber, oder so ähnlich.«

»Ja, jetzt weiß ich wieder. Breidenbachs Job war es, die Trinkwasserquellen in den Dörfern zu kontrollieren.«

»Richtig. Und Brauereiquellen und Sprudel- und Heilwasserquellen. Wenn er beerdigt wird, werde ich hingehen.«

»Tu dir das nicht an, Rodenstock. Beerdigungen machen dich immer grenzenlos melancholisch.«

Aber er hörte mir nicht zu, sondern starrte über meinen Garten hinweg: »Das ist komisch: Ein Naturfreak wird von der Natur erschlagen.«

Ich wollte ihn ablenken, fragte: »Was ist mit dem Haus in Heyroth? Kauft ihr es?«

»Wahrscheinlich. Emma will es haben. Wir müs
sen das Haus praktisch neu bauen. Eine Heizung muss rein, einige Wände raus, andere müssen versetzt werden. Viel Arbeit. Ich muss Kischkewitz anrufen.«

»Wie bitte? Ich denke, wir reden über euer neues Haus. Was hat das mit dem Leiter der Mordkommission zu tun?«

»Nur so, nur so«, murmelte er geistesabwesend. »Nicht wichtig, überhaupt nicht wichtig.« Abrupt drehte er sich um und verschwand wieder im Haus.

»Er ist ein bisschen meschugge«, erklärte ich meinen Katzen. »Kommt mit in den Garten, wir betrachten den Tag und diskutieren darüber, warum Klatschmohn rot ist.«

Sie zeigten nicht das geringste Interesse für das spannende Thema, daher ging ich allein an den Teich und unterhielt mich stumm mit meinen Goldfischen. Anregend war das nicht.

Vera näherte sich mit einer großen Tasse Kaffee in der Hand. »Weißt du, was mit Rodenstock los ist? Der wirkt irgendwie verbiestert.«

»Ein Mann, den er mochte, ist zu Tode gekommen. Das wird schon wieder. Danke für den Kaffee. Was treibt ihr so?«

»Nichts Besonderes. Emma bereitet ein typisch ungarischisraelisches Essen vor. Behauptet sie jedenfalls. Viel Hammel und viel Paprika und Unmengen Knoblauch. Dabei reden wir über unwichtige Dinge. Ich liebe dich, Baumeister. Und ich habe einen Knutschfleck an einer Stelle, von der meine Mutter zeitlebens nicht gewusst hat, dass es sie gibt.«

»Deine Mutter hätte dich sicher vor mir gewarnt.«

»Und wie jede gehorsame Tochter hätte ich keine Sekunde auf sie gehört. Allerdings hätte ich bei unserem ersten schweren Zoff getönt: Meine Mutter hat mich immer schon vor dir gewarnt!«

Der chinesisch
e Koikarpfen, den ich ›Zarathustra‹ genannt hatte, erschien neben einem Büschel wildem Reis und begann an einer Wasserpflanze herumzuknabbern.

»Da ist das junge Glück!«, rief Emma hinter unserem Rücken. Sie stellte ihre Tasse auf den Tisch und setzte sich zu uns. »Ich will ja nicht stören, aber was zum Teufel ist mit Rodenstock los? Er sieht aus wie ein arbeitsloser Nussknacker.«

»Er hat Kummer. Ein Mann ist tödlich verunglückt, den er kannte. Stand heute Morgen in der Zeitung. Breidenbach hieß er, ich glaube Franz-Josef oder so.«

»Dieser Naturfreak?...


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