Auch Band 2 ist überzeugend schön, mitfühlend und lässt einem in Myanmar mitreisen.
Beim zweiten Band der Burma-Reihe von Jan-Philipp Sendker würde ich empfehlen, die Bücher der Reihe nach zu lesen, da man sonst gewisse Zusammenhänge nur schwer verstehen kann. Auch in diesem Band geht es mit Julia weiter. Nachdem sie nach New York zurückgekehrt ist und den Kontakt zu ihrer Familie grösstenteils abgebrochen hat, beginnt sie, eine innere Stimme zu hören, doch es ist nicht ihre eigene.Aufgrund bestimmter Ereignisse beschliesst sie, von einem Tag auf den anderen nach zehn Jahren wieder nach Burma zurückzukehren. Dort trifft sie wieder ihren Halbbruder U Ba. Er weiss, wohin er Julia begleiten muss, damit sie herausfinden kann, wer hinter dieser inneren Stimme steckt. Auf ihrer Reise stossen sie auf eine unglaublich traurige Geschichte. Um die Stimme zum Schweigen zu bringen, müssen sie jedoch eine bestimmte Person finden: Thar Thar, einen Mann, der es in seinem jungen Leben nicht leicht hatte.Julia wird im Laufe der Handlung zunehmend unsicher über ihre eigene Zukunft. Besonders das Ende des Buches fand ich sehr spannend, da es die Neugier auf den dritten und letzten Band weckt. Ich kann es kaum erwarten, diesen zu lesen.Wie schon beim ersten Band empfand ich den Schreibstil als sehr angenehm und mitreissend. Jan-Philipp Sendker schreibt so mitfühlend und beinahe poetisch. Julias Geschichte berührt, denn sie ist eine erwachsene und erfolgreiche Frau, und dennoch zeigt das Buch eindrucksvoll, dass man das Glück nicht immer dort findet, wo man es erwartet.