Für zwischendurch ganz unterhaltsam.
Als Tess Kendrick zu ihrer älteren Schwester Ivy nach Washington D.C. geschickt wird, ahnt sie nicht, dass Ivy als "Problemlöserin¿ der Hauptstadt Skandale mächtiger Leute verschwinden lassen kann. An der exklusiven Hardwicke School trifft Tess auf die Sprösslinge von Washingtons Elite und gerät bald selbst in gefährliche Machenschaften...."The Ruling Class" stammt aus der Feder von Jennifer Lynn Barnes, von der ich schon einige Romane gelesen habe. Nicht alle haben mir gleichermaßen gefallen. Die ersten drei Bände der Inheritance - Reihe fand ich zum Beispiel richtig toll, das Grandest Game - Spin-Off war dagegen nicht so meins. Trotzdem griff ich gerne wieder zu und war gespannt auf den Auftakt der neuen Reihe. Ein durchaus unterhaltsamer Einstieg, der aber keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.Tess ist eine toughe, sehr selbstbewusste, mutige und schlagfertige junge Heldin, die ich auf Anhieb mochte. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, setzt sich für andere ein, kämpft gegen Mobbing und Ungerechtigkeit. Fähigkeiten, die sie im gefährlichen Hauptstadtschungel bald bitter benötigt. Denn sie, ihre Freunde und ihre Schwester Ivy geraten bald in gefährliche Kreise. Das Ganze liest sich jugendlich locker-leicht weg und kommt tatsächlich ganz ohne Romantik aus. Als Tess auf den Sprücheklopfer und Mitschüler Asher trifft, hatte ich schon schlimme Befürchtungen, aber in romantischer Sicht läuft hier nichts. Fand ich gut. Etwas fremd blieben mir dagegen die amerikanisch-politischen Kreise, in die Tess hier gerät. Ich fand es teilweise auch unglaubwürdig, dass sie so einfach auf First Lady & President trifft. So richtig wurde auch nicht klar, wie Tess' Schwester Ivy eigentlich zu dem Problemlöser - Job gekommen ist. Und dann habe ich immer Ivy mit Vivvie verwechselt, einer Freundin von Tess. Trotzdem wurde ich meist gut unterhalten und bin gespannt auf Band zwei. Denn einige Fragen sind noch offen.Insgesamt kann ich daher "The Ruling Class" mit kleinen Abstrichen empfehlen. Der Auftakt stellt zwar keine großen Ansprüche, weiß aber durchaus zu unterhalten und ist für zwischendurch ganz gut geeignet. 4 Sterne von mir.