Das war mal wieder ein richtig guter Grisham, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hat.
Also das war mal wieder ein richtig guter Grisham. Die Geschichte rund um den elfjährigen Mark, der etwas erfahren hat, was er eigentlich nie hätte wissen dürfen, fand ich von Anfang an richtig interessant. Plötzlich wird er von Mafia, Polizei, Justiz und sogar der Politik unter Druck gesetzt und eigentlich ist nur seine Anwältin Reggie wirklich auf seiner Seite und versucht, ihm zu helfen.Ich fand es schon ganz schön stark beschrieben, wie hier ein Kind immer weiter unter Druck gesetzt wird, nur damit die Behörden endlich erfahren, was Mark weiß. Gleichzeitig hat mich aber auch beeindruckt, wie clever dieser Junge ist und wie er mit der ganzen Situation umgeht. Für sein Alter denkt er teilweise unglaublich weit voraus und genau das hat mir an seiner Figur richtig gut gefallen.Was John Grisham hier geschafft hat, habe ich beim Lesen seiner Bücher so bisher noch nicht erlebt. Mir sind während der Geschichte wirklich einige Gedanken durch den Kopf gegangen und ich habe mich immer wieder gefragt, wie Erwachsene mit einem elfjährigen Jungen so umgehen können, nur um an sein Geheimnis zu kommen.Auch das Juristische, das hier immer wieder eine Rolle spielt, hat mich teilweise richtig frustriert. Ich hatte beim Lesen ständig den Gedanken, dass ein Kind doch eigentlich geschützt werden sollte. Gleichzeitig wird aber erklärt, dass Mark sogar selbst rechtliche Konsequenzen drohen können, wenn er sein Wissen nicht preisgibt. Und dann sagen die Erwachsenen gleichzeitig immer wieder, dass sie ihn nur schützen wollen. Genau solche Situationen haben mich teilweise wirklich sprachlos gemacht.Für mich war Der Klient eine Geschichte, die mich von Anfang bis Ende richtig gefesselt hat. Es gab kaum einen Moment, an dem ich nicht wissen wollte, wie es mit Mark und Reggie weitergeht. Und John Grisham hat es damit wieder einmal geschafft, mich mit einem seiner Bücher richtig stark zu packen.