Grandiose Geschichte über eine Kriegsgefangene, die langsam den Mut findet für ihr Volk zu kämpfen
Das Buch "Ash Princess" von Laura Sebastian ist der erste Band einer Trilogie und handelt von der Prinzessin Theodosia, die jahrelang als Kriegsgefangene gehalten wird, nachdem ein fremdes Volk ihr Land erobert hat. Man begleitet Theodosia bei ihrer Reise, wie sie von einem jungen, zerbrochenen Mädchen langsam aber sicher zur rachsüchtigen jungen Frau wird, die für ihren Thron und ihr Volk kämpft.Die Geschichte beginnt damit, das Theodosia als Kind mitansehen musste, wie ihre Mutter, die Königin des Landes namens "Astrea", bei einer Eroberung ermordet wurde. Der Eroberer hat sie währenddessen als Gefangene behalten und Jahre lang gequält und gefoltert, um sie zu brechen und jegliche Rebellion im Keim zu ersticken und stattdessen mit Furcht zu ersetzen. Dies hätte er auch beinahe geschafft, bis er sie öffentlich zwingt einen ihrer Leute hinzurichten, was so starke Gefühle in ihr hervorruft, das sie mit der Hilfe eines Kindheitsfreundes Pläne schmiedet, um den Kaiser zu stürzen und den Thron einzunehmen, der ihr rechtmäßig zusteht.Mich hat die Geschichte von der ersten Seite an gepackt gehabt und das zog sich bis zum Ende durch. Nicht nur liest sich die Geschichte flüssig, es ist ebenfalls so verfasst, das man kaum erwarten kann mehr zu erfahren, selbst beim "einfachen" Alltag der Hauptfigur. Die Gefühle von Theodosia sind sehr nachvollziehbar und es erfüllt einen mit Spannung, sobald auffällt, wie sich ihre Gefühle und Gedankengänge langsam aber sicher ändern und sie einen Plan nach dem anderen schmiedet und durchführt. Die Geschichte liefert einem nicht nur Spannung, sie bietet eine große Palette an verschiedenen Emotionen, die man beim Lesen durchlebt.Obwohl die Geschichte nur aus Theodosia's Sicht geschrieben ist, kriegt man einen sehr guten Einblick in die Gefühlswelt der Nebenfiguren, was die Umgebung sehr lebendig macht. Dieses Gefühl erhöht den Spaß beim Lesen umso mehr.Auch die Welt und vergangene Geschehnisse werden gelegentlich nähergebracht wie auch das elementare Magiesystem im Land Astrea. Man erfährt genug, um sich die Welt perfekt vorstellen zu können, ohne das Gefühl zu kriegen von den Informationen erschlagen zu werden.Kurz und knappkann ich also sagen: Jeder, der Geschichten mit Intrigen innerhalb eines (magischen) Königreiches wie auch bisschen Romance und emotionale Achterbahnen mag - und sich nicht vor Beschreibungen brutaler Momente fürchtet - kann mit diesem Buch sehr viele positive wie auch "negative" Gefühle erleben - ich war einfach nur begeistert.