"Warten auf Eliza" ist ein sanfter, nachdenklicher Roman über Nähe, Verlust und neue Verbindungen. Es geht um die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei einsamen Frauen aus unterschiedlichen Generationen: Ada, eine ältere, verwitwete Frau, und Eliza, eine junge Doktorandin, die gerade eine Trennung hinter sich hat. Beide stehen an einem Wendepunkt in ihrem Leben und finden - eher zufällig - Halt und Verständnis ineinander.Der Roman ist ruhig und einfühlsam geschrieben, mit einem melancholischen, aber hoffnungsvollen Grundton. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet. Besonders die langsame Annäherung der beiden Frauen wirkte auf mich authentisch und berührend.Das eher langsam vor sich hinplätschernde Erzähltempo hat mich ein wenig gestört, passt jedoch gut zur Stimmung der Geschichte. Ein solider, schöner Roman, den ich gerne weiter empfehle.