Religiöser Furor im Konflikt mit den Wechselfällen des Lebens
Wie in vielen seiner bislang erschienen Bücher arbeitet sich der Autor auch in diesem Buch an jüdischen Gepflogenheiten und einer konfliktreichen Vater-Sohn-Beziehung ab. Hier allerdings spielt auch ein Bruder eine tragende Rolle. Kennt man einige seiner bislang erschienenen Bücher, so versteht es sich fast von selbst, dass man neben einer außergewöhnlichen Geschichte mindestens ebenso außergewöhnlichen Frauen begegnet.Allerdings erreicht dieses Buch weder den Drive noch den Tiefgang von zum Beispiel "Zionoco" oder "Sokolows Universum". Das ist schade, da das Potential (wie Zufälle unser Leben bestimmen) durchaus gegeben war. So müssen wir uns mit den Wechselfällen eines "gut situierten Lebens" auseinandersetzen, in das religiöser Furor hineinfährt und Situationen erzeugt, die fremd erscheinen, aber zugleich außergewöhnliche Auseinandersetzung erlauben - nicht immer im Sinne des Protagonisten, aber oft als Schrittmacher für die eigenen Gedanken.(11.5.2024)