Originell, dennoch nicht überzeugend
"Glennkill" ist ein origineller Kriminalroman mit einer ungewöhnlichen und einprägsamen Grundidee: Eine Schafherde versucht, den Mord an ihrem Schäfer aufzuklären. Gerade diese Perspektive macht das Buch besonders und sorgt immer wieder für humorvolle und skurrile Momente. Die Hauptprotagonisten, allen voran Miss Maple als kluge und aufmerksame Anführerin, Othello mit seiner sensiblen Art und Mopple the Whale als zuverlässiges Gedächtnis der Herde, sind liebevoll gestaltet und tragen die Geschichte deutlich.Gleichzeitig hat der Roman auch Schwächen. Die Handlung entwickelt sich stellenweise eher langsam, und nicht jeder Gag oder jede tierische Beobachtung zündet gleich gut. Dadurch wirkt das Buch phasenweise etwas zäh, und die Krimispannung bleibt hinter der originellen Idee zurück. Manche Leser dürften die besondere Erzählweise als charmant empfinden, andere als zu verspielt oder wenig fesselnd.Insgesamt ist "Glennkill" ein kreativer, eigenwilliger Roman mit vielen starken Einfällen, aber auch mit deutlichen Längen. Das Buch hat klare Stärken, erreicht aber nicht durchgehend die Spannung und Leichtigkeit, die man sich von einem besonderen Krimi erhofft. Das Buch wurde mittlerweile verfilmt.