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Agentur der bösen Mädchen

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Mieten Sie die Frau Ihrer Alpträume! - Drei Freundinnen gründen eine Agentur der etwas anderen Art: Hier lernen Männer den richtigen Umgang mit Frauen, die ihnen das Leben zur Hölle machen. Ob nervige Geliebte oder böse Schwiegermutter, alles kein Pr … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Agentur der bösen Mädchen
Autor/en: Lotte Kinskofer

EAN: 9783942822664
Format:  EPUB ohne DRM
Hey! Publishing GmbH

19. August 2013 - epub eBook - 236 Seiten

Beschreibung

Mieten Sie die Frau Ihrer Alpträume! - Drei Freundinnen gründen eine Agentur der etwas anderen Art: Hier lernen Männer den richtigen Umgang mit Frauen, die ihnen das Leben zur Hölle machen. Ob nervige Geliebte oder böse Schwiegermutter, alles kein Problem. Oder vielleicht doch?

Gerade dreißig geworden, zieht Annette Bilanz: kein Job, kein Mann und kein Durchsetzungsvermögen, wahrlich kein Grund zum Feiern! Ihre Tante Ricarda hingegen vertreibt sich die Zeit mit weitaus jüngeren Bettgenossen, nach dem Motto: Bloß nicht verlieben, eine Scheidung reicht. Als Annettes Freundin Eva mit ihrem Emanzentum den Verehrer ihrer Tochter beinahe in die Flucht schlägt, stellt diese fest: »Dich müsste man mieten, Mama. Bei dir könnten die Männer wenigstens lernen, dass sie harten Zeiten entgegensteuern«. Eine brillante Geschäftsidee!
Im Auftrag ihrer Agentur finden sich die drei Frauen in allerhand schrägen Situationen wieder. Aber nicht jeder Fall ist zum Lachen. Denn wo Männer sind, lauern Gefühle ... und die lassen sich nicht so einfach zu den Akten legen.

»Agentur der bösen Mädchen« ist ein unterhaltsamer Roman über entschlossene Frauen - und lernfähige Männer!

Portrait

Lotte Kinskofer wurde 1959 in der Nähe von Regensburg geboren. Nach dem Studium der Germanistik, Anglistik und Kommunikationswissenschaften arbeitete sie als Redakteurin und Journalistin bei verschiedenen Zeitungen. Heute lebt sie in München und schreibt als Autorin und Drehbuchautorin für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Leseprobe

Eva  Ich hatte also einen Job am Sonntagabend. Einmal Streit mit einem Mann für fünfhundert Euro. Da ich die Sache schnell hinter mich bringen wollte, legte ich mir ein ordentliches Konzept zurecht. Ich musste sofort Streit vom Zaun brechen, dann kam ich vielleicht mit einer Stunde davon. Ich könnte dann noch den Krimi im Fernsehen angucken. Im Stadtplan suchte ich nach der Kölner Straße, schwang mich in den Bus und fuhr los. Ein Auto hatte ich nicht.

Ich musste ohnehin froh sein, wenn ich mit dem Geld über die Runden kam. Clara wurde auch von Jahr zu Jahr teurer. Sie stellte Ansprüche. Allerdings wusste sie auch nicht, wie es um meine Finanzen stand. Ich schummelte gerne, was das Geld anging. Ich wollte nicht, dass sie sich einschränkte mir zuliebe. Und es war mir auch peinlich, so wenig zu verdienen damit, dass ich in Manuskripte fehlende Kommas setzte und dafür die Rechtschreibfehler rausnahm. Zumal daraus dann Bücher wurden, die kein Mensch lesen wollte.

Leider war die Sache mit den Frauenbüchern nicht mehr lukrativ. Der Feminismus alten Stils war überholt, keine Frau legte sich heute mehr mit den Männern an. Entweder beobachteten sie, wie Männer Karriere machten, und ahmten sie nach oder sie zogen sich ins Haus zurück und kochten Marmelade. Dann gab es noch die, die Haushalt, Mann, Kinder, Karriere und Selbstverwirklichung unter einen Hut bekamen. Die gab es zumindest in Romanen, die sich glänzend verkauften, die aber nicht in unserem Verlag erschienen. Vielleicht gab es auch noch andere Frauen, aber ich kannte sie nicht – von Annette und Ricarda abgesehen.

Was denn daran feministisch sei, wenn eine Frau wie Lucie als Verlegerin mich als Lektorin ausbeute und nicht bezahle, hatte Annette vor kurzem gefragt. Da könne ich mich doch gleich von einem Mann ausbeuten lassen. Ich war bekümmert. Ich war erst dreiunddrei&s
zlig;ig und schon ein Auslaufmodell. Die Frauenbewegung war tot, und ich offenbar die letzte Mohikanerin.

Vor lauter trüben Gedanken vergaß ich auszusteigen, fuhr eine Station zu weit und latschte dann zurück. Ich war zehn Minuten zu spät. Das war mir peinlich, da ich Unpünktlichkeit hasste. Aber zugleich dachte ich, für eine streitsüchtige Ehefrau wäre das vielleicht gerade der richtige Einstieg.

Es war eine griechische Kneipe wie viele. Die Fischernetze hingen tief, waren mit künstlichem Weinlaub angereichert und verbargen die Lautsprecher, aus denen Sirtaki dudelte, was Urlaubsstimmung verbreitete oder das, was man hierzulande dafür hielt. Es war ziemlich voll und laut, und ich suchte einen Tisch, an dem ein einsamer Mann saß, der gerne angebrüllt werden wollte. In der Ecke erhob sich einer und winkte mir. Leider war ich etwas kurzsichtig, weigerte mich aber, eine Brille zu tragen. Manchmal waren auch Emanzen eitel. Also erkannte ich zu spät, wer mich da für einen Abend gemietet hatte.. Da stand ich schon am Tisch und die Kehrtwendung mit spontanem Abgang wollte mir auch nicht so recht gelingen.

»Hallo Eva«, sagte Hannes und grinste. »Schön, dass du gekommen bist.«

»Bist du der Kunde, der eine streitsüchtige Frau sucht?«

»Ich habe dich gemietet, ja. Ich möchte mit dir reden, und das war offenbar die einzige Möglichkeit, dich in meine Nähe zu bekommen.«

»Du zahlst fünfhundert Piepen, um mich zu sehen?«

»Ich hätte auch tausend bezahlt. Aber setz dich erst mal.«

Ich setzte mich tatsächlich. Ich war einfach zu verblüfft. Der Kellner stand auch schon da. Ich bestellte ein Bier und ein Gyros. Eine Speisekarte hätte ich jetzt nicht aufschlagen mögen, ich hatte das Gefühl, dass ich etwas zitterte. Hannes strahlte mi
ch an. Fast sah es so aus, als ob er sich freute, mich reingelegt zu haben. Ich überlegte mir einen professionellen Einstieg in unser Gespräch.

»Sollen wir gleich zu streiten anfangen?«

»Du darfst bis nach dem Essen warten.«

»Ich würde aber gerne wissen, was das soll. Weiß Annette Bescheid, was du da für ein mieses Spiel spielst?«

»Ich habe eine Frau bestellt. Ich habe gesagt, du wärst mir am liebsten. Mehr weiß sie nicht.«

Ich glaubte trotzdem, dass Annette sofort durchgeblickt hatte. Sie wollte offenbar Schicksal spielen.

Hannes nahm den Faden sofort wieder auf, bevor ich in diese Richtung weiterdenken konnte.

»Erzähl mir von dir. Das, was ich draußen bei deinen Eltern gehört habe, war etwas spärlich.«

»Ich fahre nicht oft zu ihnen. Wir haben keinen Streit, aber sie sind eigentlich ganz gerne ohne mich. Mit Clara ist das was anderes. Die war als Kind oft dort.«

»Kennen meine Eltern ihre Enkelin?«

»Vielleicht vom Sehen. Sie haben sich meines Wissens nie bemüht, sie näher kennenzulernen.«

Hannes schwieg zunächst. Dann versank er ganz in der Vergangenheit.

»Das tut mir leid. Meine Eltern haben mich damals ganz schön unter Druck gesetzt wegen dir.«

»Ist das ein Grund abzuhauen?«

»Das nicht. Aber du hast es mir auch nicht leicht gemacht.«

»Danke. Beruht ganz auf Gegenseitigkeit.«

»Ich habe dir immer Geld angeboten. Ich habe auch geschrieben. Aber du hast ja nichts von dir hören lassen.«

»Für mich war die Sache vorbei. Der Held setzt ein Kind in die Welt und seilt sich ab. Die Frau zieht die Brut hoch und verpasst den Anschluss.«

»Hast du was verpasst?«

»Man kann nicht g
erade behaupten, ich hätte Karriere gemacht, oder?«

»Aber deine Arbeit gefällt dir doch.«

»Wenn sie noch ordentlich bezahlt würde, wäre sie besser.«

»Wenn ich meine Schulden bei dir zahlen darf, hast du es leichter.«

»Das wird wohl nicht ohne Zugeständnisse meinerseits abgehen.«

»Es gibt keine Bedingungen. Ich will einfach zahlen. Wenn du mich dann nicht mehr sehen möchtest, ist das deine Entscheidung.«

»Irgendwas ist doch faul.«

»Du bist ganz schön misstrauisch. Ich würde mich auch auf eine schriftliche Vereinbarung einlassen. Mit Sorgerecht ist übrigens ohnehin nicht mehr viel zu holen. Clara ist erwachsen.«

Der Kellner hatte Gyros gebracht. Ich stocherte lustlos auf meinem Teller herum und starrte auf das Fleisch. Eigentlich mag ich Fleisch nicht besonders, ich hatte das Falsche bestellt.

»Seit wann isst du so viel Fleisch?«

Hannes hatte ein gutes Gedächtnis.

»Kannst mir gerne helfen.«

»Soll ich noch die Zwiebel aus dem Salat essen?«

Das hatte er sich also auch gemerkt. Ich nickte nur. Diese Mischung aus Bevormundung und Fürsorge rührte mich. Die letzten zehn Jahre hatte sich niemand dafür interessiert, was ich tat und was ich ließ. Ich hatte nie den Eindruck, ich hätte was versäumt, aber jetzt auf einmal tat es mir gut, dass sich jemand kümmerte.

»Wir sollten endlich mit dem Streiten beginnen. Du hast dafür bezahlt.«

»Wenn es ohne Streit geht, ist es mir lieber. Ich wollte dich einfach treffen.«

Hannes nahm seine Gabel und fing an, auf meinem Teller rumzustochern. Mit seiner Grillplatte war er längst fertig. Er aß die Zwiebeln, dann das Fleisch, den Salat ließ er mir, auf Grünzeug war er noch n
ie scharf gewesen.

»Erzähl mir von dir, Eva.«

»Hat dir Clara nichts erzählt?«

»Ich wollte sie nicht ausfragen. Clara ist nicht dafür da, um mir das zu sagen, was du mir nicht sagen willst.«

Das klang gut. Fast hätte ich ihm geglaubt.

»Du weißt doch schon alles. Ich arbeite viel, verdiene wenig, ich lebe allein mit Clara, ich habe ein paar Freundinnen, zurzeit ziehe ich mit Annette und Ricarda diese Agentur auf. Aber das mit der Agentur hat dir offenbar Clara schon erzählt.«

»Das stimmt. Ich habe die Telefonnummer von ihr.«

»Na eben. Also doch.«

»Sind das gute Freundinnen?«

»Annette könnte dir gefallen, wenn du das meinst. Sie ist nett, hübsch und kompromissbereit.«

»Interessiert mich nicht besonders. Das könnte ich überall haben.«

»Ich wollte sie nicht herabsetzen. Sie ist wirklich ein sehr warmherziger Mensch und eine attraktive Frau, auch wenn sie es offenbar nicht weiß.«

»Sie scheint dir ähnlich zu sein.«

Ich hielt lieber den Mund. Komplimente vertrug ich schlecht. Meistens sahen die nämlich so aus: Sie sind Feministin? Das hätten Sie doch gar nicht nötig, Sie sind doch hübsch!

Ich musste mir eingestehen, dass Hannes in keinen einzigen Fettnapf trat. Für einen Mann war er wirklich außerordentlich angenehm. Und so kam es, dass ich an diesem Abend noch ziemlich viel erzählte. Von den Jahren mit Clara, gewürzt mit ein paar Anekdoten, vom Studium und der Arbeit mit den feministischen Freundinnen. Zuletzt wusste Hannes viel von den vergangenen Jahren, ohne selbst etwas von sich preisgegeben zu haben. Es tat mir gut, mal wieder zu reden und alles erzählen zu können, was ansonsten kein Schwein interessierte. Gegen halb zwei Uhr nacht
s warf uns der Kellner hinaus. Hannes fuhr mich nach Hause, und ich war froh darum. Es ist angenehm, nachts nicht alleine durch die Stadt stolpern zu müssen. Vor der Tür verabschiedete er sich artig. Ich stieg die Treppen hinauf. Als ich vor der Wohnung meinen Schlüssel in der Jackentasche suchte, zog ich einen Umschlag heraus. Darin waren zwölfhundert Euro, fünfhundert für die Vermittlung, fünfhundert für die ersten vier Stunden und je hundert für jede weitere angebrochene. Genau nach Tarif. Schleierhaft blieb mir nur, wie er das Geld dort untergebracht hatte. Vielleicht in dem Moment, als ich mich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt hatte, dass er mir in die Jacke helfen...


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