
Brann ist vor ein paar Tagen auf den Hof gekommen, für Bett und Essen, bis die Ernte drin ist. Er ist klug, er ist faul, und er kann Dinge so tun, als kosteten sie nichts. Wenn Hanne vom Nachbarhof herübersieht, trägt er die nassen Säcke mit einer Hand auf der Schulter. Wenn sie wegsieht, legt er sich auf den Wagen.
Liva arbeitet seit einem Jahr auf dem Hof. Sie wird nie schneller und nie langsamer, sie redet nur, wenn sie etwas zu sagen hat, und sie hat Branns Trick am ersten Nachmittag durchschaut. Sie sagt es ihm nicht ins Gesicht. Sie sagt es so, dass Hanne es hört.
Abends erzählt Brann den Kindern Geschichten aus einer weißen Stadt am Meer, in denen er jedes Mal verliert. Nur an einer Stelle lacht er nicht mit.
Dann geht die Ernte zu Ende. Am Morgen nach dem Erntefest fährt ein Wagen nach Süden, und hinten ist Platz.
Eine Novelle, rund hundertfünfzig Seiten.
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