
Ein Fantasy-Märchen über einen Jungen, den niemand ansieht. Und über etwas, das ihn trotzdem gewählt hat.
Jedes Jahr schickt das Reich seine Kinder in den Wald, damit ein leuchtendes Wesen sie erwählt. Wer gewählt wird, wird Beschützer des Reiches. Wer nicht gewählt wird, geht nach Hause.
Daan hat einen Plan für diesen Tag, und der Plan heisst: nichts erwarten. Man kann nicht enttäuscht werden, wenn man nichts erwartet.
Etwas wählt ihn trotzdem: klein, schwarz, unscheinbar, und niemand ausser ihm kann es sehen.
Was der Käfer ihm gibt, ist kein Feuer und keine Geschwindigkeit. Es ist das Sehen: Daan erkennt, was wirklich da ist, und nicht das, was alle erwarten. Auch dann, wenn er es lieber nicht wüsste.
Und als er zum ersten Mal die Wahl hat, auszusprechen oder zu schweigen, entscheidet er sich falsch. Es kostet ein Mädchen neun Wochen, die ihr niemand zurückgibt.
Ein Märchen über das, was einen Menschen ausmacht. Und über den Preis, es gehen zu lassen.
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