Sawyer kennt man bereits aus den ersten beiden Bänden, doch bisher blieb sie für mich eher schwer greifbar. Umso schöner fand ich es, sie diesmal richtig kennenzulernen. Hinter ihrer selbstbewussten und unnahbaren Art steckt deutlich mehr, als sie nach außen zeigt. Seit dem Tod ihrer Eltern hält sie andere Menschen lieber auf Abstand und versucht, sich vor neuen Verletzungen zu schützen.Isaac könnte auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein. Er ist eher schüchtern, trägt eine Nerd Brille und möchte endlich etwas an seinem Auftreten ändern. Daraus entsteht der ungewöhnliche Deal zwischen den beiden. Sawyer soll aus ihm einen Bad Boy machen und darf seine Veränderung im Gegenzug für ein Fotoprojekt ihres Studiums festhalten. Natürlich bleibt es nicht lange bei einem rein sachlichen Projekt.Gerade die Gegensätze zwischen Sawyer und Isaac haben mir besonders gefallen. Isaac ist mit seiner ruhigen und herzlichen Art ein schöner Gegenpol zu Sawyer. Gleichzeitig geht es nicht nur darum, dass er sich verändert. Vor allem Sawyer zeigt im Laufe der Geschichte immer mehr von sich und lässt nach und nach Nähe zu. Ihre persönliche Entwicklung hat mich in diesem Band besonders berührt.Mona Kastens Schreibstil passt auch zu dieser Geschichte sehr gut. Sie lässt sich flüssig lesen und verbindet humorvolle Momente mit ernsteren und emotionaleren Themen. Dazu kommt wieder die inzwischen vertraute Freundesgruppe aus Woodshill, ohne dass sie Sawyer und Isaac die Aufmerksamkeit nimmt.Für mich ist dieser Band bisher einer der stärksten der Reihe. Vor allem Sawyer hat mich überrascht, weil ich nach den vorherigen Büchern nicht erwartet hätte, dass ausgerechnet ihre Geschichte mich so erreichen würde. Zusammen mit Isaac funktioniert sie für mich wunderbar und auch die Idee mit dem Fotoprojekt hat mir gefallen. Nach drei Bänden fühle ich mich in Woodshill inzwischen tatsächlich ein wenig zu Hause.