Einige gute Spannungsmomente, aber insgesamt viel zu lang, zu unübersichtlich und für mich deutlich schwächer als andere Sparks-Bücher.
Wenn du mich siehst hatte durchaus gute Ansätze, konnte mich insgesamt aber leider nicht überzeugen.Mein größtes Problem war ganz klar die Länge. Das Buch hat sich für mich angefühlt, als würde es einfach nicht enden. Es gab zwar spannende Stellen, besonders im späteren Verlauf, aber dazwischen waren für mich viel zu viele Passagen, die man problemlos hätte kürzen können. Gefühlt hätte die Geschichte auch mit der Hälfte der Seiten funktioniert.Maria und Colin konnte ich beide gut verstehen. Ihre Vergangenheit, ihre Unsicherheiten und ihre Entwicklung wirkten glaubwürdig. Auch ihre Beziehung hat sich für mich natürlich entwickelt und nicht erzwungen angefühlt. Der Kriminal- und Spannungsanteil hat mir dabei sogar besser gefallen als der eher ruhige Anfang.Trotzdem hat mich die Geschichte nie richtig gepackt. Es gab keinen Moment, der mich besonders überrascht oder nachhaltig schockiert hätte. Dazu kamen für mich zu viele Figuren. Da das Buch nicht aus der Ich-Perspektive, sondern aus einer Erzählperspektive geschrieben ist, fiel es mir zusätzlich schwer, den Überblick zu behalten und immer sofort zu wissen, wer gerade gemeint ist.Das Thema zweite Chancen fand ich grundsätzlich passend und nachvollziehbar umgesetzt, aber auch das konnte die Länge und die fehlende Spannung für mich nicht ausgleichen. Insgesamt war das Buch eine Mischung aus Liebes- und Spannungsroman, doch beides blieb für mich eher durchschnittlich.An das Ende kann ich mich inzwischen kaum noch erinnern, was für mich leider auch zeigt, wie wenig hängen geblieben ist. Im Vergleich zu anderen Büchern von Nicholas Sparks würde ich dieses definitiv eher in der schwächeren Kategorie einordnen.