Leicht und Prickelnd wie ein junger Wein.
Ein aktuelles Thema wird hier aufgegriffen und die Lösung gemeinschaftlich angegangen.
Das neueste Buch "Heimatsommer" von Petra Durst-Benning hat 436 Seiten, plus Bonusseiten, erscheint Ende April 2026 auf dem deutschen Buchmarkt und wird vom Blanvalet Verlag herausgegeben.Rein optisch ist das Paperbackbuch schon ein wunderschöner Hingucker, und es bietet auch wieder einmal viel Zusatzmaterial in Form von Rezepten am Ende und wunderschönen Bildern mit Sprüchen im Klappeinband am Anfang.Die Schriftgröße ist sehr angenehm, so dass es auch optisch eine Freude ist, es zur Hand zu nehmen.Ich durfte es vorab in einer Leserunde lesen und möchte nun davon berichten, wie es mir gefallen hat.Zum InhaltDas Buch spielt im idyllischen Goldberg, im Remstal. Das Leben dort wird von den Weinbergen bestimmt, die für die meisten Einwohner das wirtschaftliche Auskommen sichern müssen. Der Ort selbst, obwohl ideal und ertragreich gelegen, hat jedoch ein starkes Problem: es wird nicht mehr genug Wein verkauft, was zu Einbußen der Winzer und letztlich auch zu großen wirtschaftlichen Verlusten führt. Neue Wege müssen gefunden werden, um den Abwärtstrend zu stoppen und den Winzern ihr Überleben zu sichern. Wir begleiten in dieser Geschichte zwei Freundinnen, Agnes und Helene und deren Kinder Eleonore, Jean Claude, sowie Fleur.In Zeitsprüngen erfahren wir etwas über das Leben und die Träume der Freundinnen. Die Kinder der beiden machen jeweils ihre eigenen unterschedlichen Lebenswege - auch außerhalb Goldbergs -kehren jedoch nach und nach in ihre Heimat Goldberg zurück. Jean Claude ist Koch und ausgebildeter Winzer, Eleonore ist Landrätin und Fleur ,Helenes Tochter, ist Trauerrednerin mit einem Geheimnis. Die Drei beschließen den Winzern in Goldberg zu helfen und heben gemeinschaftlich das Projekt 'Rebenbeben' aus der Taufe. Dies wird auch in Gedenken an die kürzlich verstorbene Helene gemacht, die dem Dorf immer sehr verbunden war. Sie mobilisieren das ganze Dorf zum Mitmachen und verfolgen das Ziel, den heimischen Wein wieder populär und bekannt zu machen. Sie bedienen sich dabei moderner Methoden der Vermarktung und sprechen zusätzlich auch neue junge Zielgruppen an und schaffen es, dass sich jeder im Dorf mit seinen Möglichkeiten begeistert für das Projekt einsetzt. Das dabei entstehende WIR Gefühl beflügelt das ganze Dorf und lässt auch entstehende Probleme viel leichter kreativ lösen. Zum Schluss entwickeln sich nicht nur die Reben zur Reife, sondern auch für die Menschen ergeben sich neue Wege. Es gibt Liebesbeziehungen, Herausforderungen und Geheimnisse, die wir nach und nach erfahren.Mir hat an dem Buch die positive Grundbotschaft gefallen, dass man zusammen und gemeinschaftlich Alles schaffen kann. Dass auch schwierige und scheinbar schier unüberwindbare Probleme die man gemeinsam schultert, gelöst werden können, wenn sich jeder einbringt.Das Buch ist ein richtiges Mutmach-Buch, das animiert, sich auch selbst für die eigene Gemeinde einzusetzen, um aus einem Funken ein Feuer zu entfachen. Außerdem gefiel mir die detailreiche Beschreibung der Blumenvielfalt, sowie die ausführlichen Hintergrundinfos rund um die Weinherstellung.Ich empfehle das Buch jedem, der einen schönen positiven Roman mit einer heiteren Grundstimmung lesen möchte.Mich hat es sehr gut unterhalten und ich habe es sehr genossen, es zu lesen. Daher 5 *****.