Eine fesselnde Geschichte von zwei jungen Menschen die durch magische Schreibmaschinen und ihre getippten Wörter zueinander finden.
Das erstmals 2023 erschienene Romantasy-Buch "Divine Rivals" der amerikanischen Schriftstellerin Rebecca Ross ist eine wunderschöne Geschichte über zwei junge Erwachsene, die durch magische Schreibmaschinen zueinander finden.Iris Winnow und Roman Kitt sind zwei konkurrierende Journalisten, die bei derselben Zeitung um den begehrten Job als Kolumnist kämpfen. Sie können einander nicht ausstehen, doch dennoch kann Iris ihre Anziehung zu Roman nicht leugnen. Iris führt ein bescheidenes Leben und versucht gemeinsam mit ihrer Mutter Amber, sich so gut es geht über Wasser zu halten. Nicht unweit von Oath entfernt, der Stadt, in der Iris und Roman leben, herrscht ein göttlicher Krieg, ausgelöst durch Enva und Dacre - eine Skyward-Göttin und ein Underling-Gott. Iris' Bruder Forest, von Envas Musik verzaubert, kämpft an der Front gegen Dacre.Zwei Schreibmaschinen, belegt mit einem uralten Zauber, verbinden diese zwei jungen, ehrgeizigen Menschen durch ihre getippten Worte, wie es keine andere Magie dieser Welt zu schaffen vermöge. Iris ist im Besitz eines dieser beiden Geräte. Nichts ahnend verfasst sie Briefe an ihren Bruder Forest, die auf magische Weise ihren Weg zu Roman finden - ihrem Konkurrenten bei der Zeitung. So beginnt eine tiefgründige und offene Brieffreundschaft, wobei zunächst nur Roman klar ist, mit wem er schreibt. Als ein schwerer Schicksalsschlag Iris' Welt erschüttert, beschließt sie, nach ihrem verschollenen Bruder zu suchen. Sie begibt sich als Kriegskorrespondentin für die Konkurrenzzeitung Inkridden Tribune an die Front und lässt ihr Leben, so wie sie es gekannt hat, hinter sich.Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt. Ich muss zugeben, ich hatte beim Kauf des Buches Bedenken, dass es sich um ein typisches Jugendbuch handeln könnte und die Handlung dementsprechend einfach gestrickt wäre. Glücklicherweise wurde ich von der Geschichte und den Charakteren positiv überrascht. Die Hauptfiguren sind so liebevoll ausgearbeitet, dass man ihre Gedanken und Handlungen gut nachvollziehen kann. Ich persönlich fand es sehr angenehm, mal eine andere Art von "Fantasy" zu lesen; in diesem Buch begegnet man nicht den klassischen Elementen des Genres. Vielmehr wurde hier auf subtile magische Elemente gesetzt statt auf Fabelwesen.Die Liebesgeschichte zwischen Iris und Roman ist der Autorin wirklich gut gelungen. Dass sich die Protagonistin in jemanden verliebt, den sie schlussendlich nicht zu kennen glaubt, zeigt, wie unwichtig oberflächliche Eigenschaften sind und wie tiefgehend eine Bindung schlichtweg durch das Verfassen von Briefen entstehen kann. Mir persönlich hat diese Botschaft sehr gut gefallen.Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig zu lesen. Ich habe das Buch auf Deutsch in der Übersetzung von Ulrike Gerstner gelesen. Die Geschichte endet mit einem sehr spannenden Cliffhanger, der den Leser voller Vorfreude auf den zweiten Teil zurücklässt.Mein endgültiges Fazit: Eine klare Empfehlung meinerseits. Rebecca Ross ist hier ein wirklich gutes Buch gelungen, das perfekt für Liebhaber von "Cozy Books" ist.