Tierisch raffinierter Krimi mit angenehmem Spannungsbogen, Bienen-Infos und tollem Ermittlerteam - irveliest.wordpress.com
Dieser Krimi ist in jeglicher Hinsicht ganz nach meinem Geschmack. René Anour widmet sich mit den Bienen als Dreh- und Angelpunkt einem Thema, das mich sehr interessiert, und schafft es, den packenden Fall mit vielen Infos zur herkömmlichen und modernen Imkerei sowie Bienenforschung zu würzen. So fesselte er mich gleich doppelt - über den apis-affinen Input hinaus konnte er mich auch mit seinem raffinierten Plot begeistern. Dazu die zauberhafte Kulisse der weiten Provence mit ihren riesigen Lavendelfeldern, die mich - Mordfall hin oder her - in eine entspannte Stimmung versetzten.Und mittendrin Campanard und Konsorten, die ich schon beim ersten Fall in mein buchiges Herz geschlossen habe, und die ich gerne bei ihren Ermittlungen begleitete. In deren Zentrum stehen aggressive Bienen, unnatürlich viele Insekten-Leichen und die bereits erwähnte tote Imkerin. Eine vertrackte Sache, aber eher Ansporn als Hindernis, den Fall zu lösen! Das Team wirft wieder alles in den Ring und geht bis an seine Grenzen, was mich immer wieder mitleiden und mitfiebern ließ, denn neben der beruflichen Herausforderung gibt es auch einige private Päckchen zu tragen, die mir hin und wieder Sorgenfalten auf die Stirn malten.Ich mag die gesamte Reihe und kann sie allen Liebhabern gemächlicher Krimis mit ermittelnden Sympathieträgern nur empfehlen, aber mit "Tödliches Déjà-vu" hat sich der Autor selbst übertroffen! So freue ich mich jetzt erst recht auf den nächsten Fall dieser Commissaire Campanard Reihe.Stefan Kaminski ist für mich der perfekte Sprecher dafür. Er verkörpert einmal mehr Campanard sowie seine Teammitglieder lebendig und authentisch, darüber hinaus fängt er Atmosphäre sowie Stimmung gekonnt ein und stützt die fesselnde Spannungskurve mit seiner gelungenen Performance.