Als Kapitel in einem Roman wären diese beiden Novellen in Ordnung gewesen, so war es mir leider zu wenig.
Da "Die Tür" neben dem letzten Teil der "Beast House Chronicles" auch eine Zusatznovelle namens "Die Wildnis" enthält, werde ich die beiden Werke im Folgenden einzeln bewerten: Es war schön, in "Die Tür" ein letztes Wiedersehen mit dem Horrorhaus und Malcasa Point zu erleben, auch wenn die Novelle zwischen dem zweiten und dritten Teil spielte - somit also wirklich nichts Neues bot, sondern eher eine "Bonusgeschichte" war, die heutzutage wohl ausschließlich als Ebook veröffentlicht werden würde.Die neuen Protagonisten Mark und Alison waren in Ordnung, die Begegnung mit Eve (Sandy) nett, für mich gleichwohl ein wenig zu flüchtig und unbedeutend. Leider war mir die Novelle insgesamt zu kurz: Als Teil eines fünf- oder sechshundertseitigen Romans wäre die größtenteils von sexuellen Ausschweifungen geprägte Handlung auszugleichen gewesen, so geschah mir jedoch zu wenig. Das Ende kam, ohne dass ich sagen könnte, was mir die Lektüre nun gebracht hatte.Zudem muss ich natürlich die Frage stellen, wieso man "Die Tür" nicht einfach noch dem "Der Keller"-Sammelband angefügt hat, die 130 Seiten hätten bei dem 1200-seitigen Schinken immerhin auch nichts mehr ausgemacht.Insgesamt vergebe ich wirklich gutgemeinte vier Sterne - kann man lesen, muss man aber nicht.Auch "Die Wildnis" konnte mich leider nicht überzeugen. (SPOILER) Ned, der Protagonist der Geschichte, unternahm, nachdem sich seine Freundin von ihm getrennt hatte, allein einen Ausflug in die Wildnis und streifte - teilweise nackt oder nur mit Badehose bekleidet - als der "Unsichtbare" durch die Gegend, wobei er sukzessive zu einem durchgedrehten Eigenbrötler mutierte, fremde Frauen bespannte und schließlich ein paar Camper niedermetzelte. (SPOILER ENDE) Das ist die gesamte Handlung grob zusammengefasst.Einzig der Brief von der mysteriösen Fremden Lynn ganz am Ende gefiel mir recht gut, dennoch kann ich hierfür höchstens drei Sterne vergeben. Ab Seite 215 folgte nur noch eine Leseprobe vom Anfang des "Keller"-Sammelbandes - jenem Buch, das man vor Lektüre dieses Werkes eigentlich bereits hätte kennen müssen. Dass zehn Euro für diese recht kurze Leseerfahrung recht viel sind, möchte ich nicht weiter diskutieren, allerdings halte ich fest, dass Laymon (zumindest für mich) wohl eher auf Romanlänge stark ist. Somit vergebe ich drei Sterne.