Liest sich wie ein Roman, obwohl es die Realität ist
Auf dem Cover steht "Roman". Nicht Biografie, sondern Roman. Obwohl alles auf wahre Begebenheiten beruht.In einer langen Abfolge von bildhaften Szenen beschreibt Roberto Saviano den Kampf Falcones gegen die sizilianische Mafia, der Cosa Nostra. Bezeichnenderweise beginnt der Roman jedoch nicht mit einer Szene mit Giovanni Falcone, sondern mit dem Ereignis auf dem die Legende des Auftraggebers seiner Ermordung fusste.Die Namen vieler Menschen ziehen vorbei, ihre Gesichter tauchen aus dem Gedächtnis an die Oberfläche. Viele werden getötet, die aufeinanderfolgenden Szenen hinterlassen eine lange, blutrote Spur.Der Roman endet auch nicht mit Falcones Tod, sondern mit Borsellinos Reaktion, dem langjährigen Weggefährten, welcher selbst wenige Monate ermordet wurde. Auftraggeber war auch hier Salvatore Riina.Die bildhafte Beschreibung ist oft schwer zu ertragen, weil es keine erfundene Geschichte ist, sondern die Wahrheit. Vielleicht nicht in den Details, aber Orte, Beteiligte und Folgen stimmen bei allen öffentlich bekannten Ereignissen.Falcones Innenleben wird teilweise der Fantasie von Saviano entsprungen sein, aber auch da gibt es viele Zeugnisse aus seinem Umfeld.