Geschichte mit einigen Überraschungen
Mein LeseempfindenDas Cover hat mir auf Anhieb sehr gut gefallen und passt wunderbar zur Geschichte. Inhaltlich konnte mich das Buch allerdings nicht durchgehend überzeugen. Die Geschichte hat mich immer wieder berührt und es gab einige emotionale Momente, die mir in Erinnerung bleiben werden. Dennoch wurde ich mit Emma als Hauptfigur nicht wirklich warm. Ihre Gedanken und Entscheidungen konnte ich oft nicht nachvollziehen. Leo hingegen wirkte auf mich deutlich greifbarer und authentischer.Besonders schwer habe ich mich mit dem Einstieg getan. Die ersten rund 150 Seiten empfand ich als eher zäh und wenig spannend. Dadurch fiel es mir schwer, richtig in die Geschichte hineinzufinden. Insgesamt hätte das Buch für meinen Geschmack deutlich kürzer sein können, da ich viele Passagen als unnötig oder zu ausführlich empfunden habe.Auch die Figur Jeremy Rothschild hat bei mir gemischte Gefühle hinterlassen. Er wirkte auf mich oft etwas seltsam und ich konnte ihn nicht richtig einordnen.FazitEin ganzes Leben lang ist eine berührende Geschichte mit einigen schönen und emotionalen Momenten. Teile der Handlung und des Endes konnte ich vorhersehen, andere Wendungen hingegen haben mich überrascht. Schade fand ich, dass manche Fragen für mich offen geblieben sind. Besonders die Beziehung zwischen Emma und ihrer Freundin Jill hätte ich mir genauer aufgeklärt gewünscht. Jill hat sich fast schon aufopferungsvoll um Emma gekümmert, weshalb ich mich bis zum Schluss gefragt habe, ob ihre Freundschaft auf echter Zuneigung beruhte oder ob Schuldgefühle dabei eine Rolle spielten.Insgesamt ist es ein gutes Buch, das durchaus zu berühren weiß. Mit etwas weniger Länge und einigen Straffungen hätte es mir jedoch deutlich besser gefallen. Für mich war es eine schöne Geschichte, aber kein Highlight.