Forged in Blood von Sadie Kincaid ist der spicy Auftakt zu ihrer Urban Fantasy Trilogie um die etwas spezielle Montridge University.
Ophelia Hart ist seit ihrer Geburt durch unzählige Pflegefamilien gegangen und kennt nur ein Leben als Außenseiterin. Ihr Studium an der Montridge University, welches durch einen plötzlich aufgetauchten Treuhandfond finanziert wird, soll endlich ein Neuanfang werden. Leider stolpert sie gleich in der ersten Woche über die drei attraktiven Anführer der berüchtigten Ruby Dragon Society, die sich dabei als Vampire herausstellen. Axl Thorne, Malachi Young und Xavier Adams machen ihr daraufhin das Leben zur Hölle und isolieren Ophelia von den übrigen Studenten. Sie ahnt nicht, dass die Intention hinter diesem Verhalten eine völlig andere ist, als die offensichtliche. Doch nicht nur die Vampire haben es auf Ophelia abgesehen, denn plötzlich taucht auch noch ihre alte Erzfeindin aus der Highschool auf, deren Rachepläne eskalieren.
Bisher kenne ich nur die Mafia Romances der Autorin, aber auch in ihrer Urban Fantasy mit Dark Academia Feeling bleibt sie ihrem Stil treu. Es wird sehr spicy, so dass man manchmal fast den Eindruck gewinnen könnte, es ginge ausschließlich darum. Grundsätzlich dreht sich die Handlung aber um das geheimnisvolle Schicksal von Ophelia, die offenbar im Zentrum einer uralten Prophezeiung steht.
Ophelia war mir von Anfang an sympathisch und sie hatte mein vollstes Mitgefühl. Ihr Leben war bisher traumatisch bis schrecklich und ich hätte ihr einen unbelasteten Neuanfang hundertprozentig gegönnt. Da sie aber gleich in die Fänge von Axl, Malachi und Xavier gerät, wird es damit nix.
Ich mag die wechselnden Perspektiven zwischen den unterschiedlichen Charakteren, da man dadurch hinter ihr äußerliches Verhalten und direkt in ihre Gedanken blicken kann. Bei den Jungs drehen sich diese Gedanken zu neunzig Prozent um nur eine Sache und da kann man durchaus mal die Augen verdrehen.
An Ophelia hat mich im Laufe der Handlung gestört, dass sie in Gegenwart ihrer vier persönlichen Vampire immer ihr Gehirn abzugeben scheint und sich teilweise schmerzhaft naiv und total kindisch benimmt. Ab und zu hat sie einen Moment, in dem ich dachte, ihr wäre endlich ein Rückgrat gewachsen, aber dann ist das auch wieder schnell vorbei.
Die Grundstory an sich hat mich schon sehr neugierig gemacht und ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht. Es gibt jede Menge interessante Charaktere, die ich noch nicht richtig einschätzen kann, auf deren Entwicklung ich mich jedoch freue.
Mein Fazit:
Solider Auftakt und sehr gute vier Sterne!