Wenn der Klappentext zum Buch von Saskia Berwein aus dem Kuneli-Verlag mal nicht gut klingt, weiß ich auch nicht weiter.
Bereits der Prolog konnte mich an sich fesseln und so hing ich gebannt zwischen den Zeilen. Allerdings verlor sich in der Mitte etwas diese Sogwirkung. Woran das genau lag, kann ich nicht mal wirklich ausmachen, denn die Handlung ist weder langatmig noch mau. Vielleicht war es, weil eine Nebenfigur zu viel Raum für meinen Geschmack einnahm.
Vielleicht war es auch, weil ich das tatsächliche Aufgabengebiet eines Staatsanwaltes nicht richtig nachvollziehen konnte.
Wobei die Charaktere an sich gut ausgearbeitet sind. Sie erscheinen realistisch und legen ihre Handlungsentscheidungen nachvollziehbar dar.
Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Unkompliziert werden wir durch die Story geführt, wobei alles schlüssig erklärt wird. Die Beschreibungen sind bildhaft, dadurch fiel es mir leicht, mir alles vorzustellen.
Erzählt wird dabei in der auktorialen Erzählperspektive.
Mich konnte dieser erste Fall für Leitner und Grohmann wirklich gut unterhalten. Daher werde ich die Reihe weiterverfolgen. Die beiden Ermittler werden noch so einiges aus ihrem Privatleben zu erzählen haben, und genau darauf freue ich mich. Nicht nur, dass es Fälle zu erkunden geben wird, ich bin mir sicher, dass da noch die ein oder andere Überraschung auf uns Leser warten wird.
Von mir gibt es vier Sterne und Leseempfehlung.