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Produktbild: Geschichte eines Deutschen | Sebastian Haffner
Produktbild: Geschichte eines Deutschen | Sebastian Haffner

Geschichte eines Deutschen

Die Erinnerungen 1914-1933

(61 Bewertungen)15
130 Lesepunkte
eBook epub
12,99 €inkl. Mwst.
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»Eine fulminante Entdeckung: Sebastian Haffners erstes Buch, vielleicht sein bestes überhaupt. « Die Zeit

»Die Hellsichtigkeit seines Buches ist viele zeitgeschichtliche Darstellungen später immer noch unerreicht. Sebastian Haffner macht begreiflich, wie Hitler möglich wurde. « - Frankfurter Allgemeine Zeitung


Einer der aufschlussreichsten Texte über Deutschland in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg bis zur Errichtung des NS-Diktatur

Als Kind und junger Mann erlebte Sebastian Haffner den Ersten Weltkrieg, die galoppierende Inflation 1923, die Radikalisierung der politischen Parteien in der Weimarer Republik, den unaufhaltsamen Aufstieg der Nationalsozialisten. Ohne politisch oder rassisch verfolgt zu sein, emigrierte er 1938 nach England.

Aus seinem Nachlass stammen diese Erinnerungen an seine ersten drei Lebensjahrzehnte, die Haffner 1939 in England zu Papier gebracht hatte. Aus der Distanz des Exils und zugleich unter dem Eindruck des unmittelbar Erlebten blickt der angehende Journalist und Publizist auf die sich anbahnende Katastrophe.

Um zwei neu aufgefundene Manuskriptteile erweiterte Ausgabe.

Produktdetails

Erscheinungsdatum
29. Oktober 2014
Sprache
deutsch
Untertitel
Die Erinnerungen 1914-1933.
Seitenanzahl
304
Dateigröße
1,15 MB
Autor/Autorin
Sebastian Haffner
Nachwort
Oliver Pretzel
Verlag/Hersteller
Originalsprache
deutsch
Kopierschutz
mit Wasserzeichen versehen
Family Sharing
Ja
Produktart
EBOOK
Dateiformat
EPUB
ISBN
9783641155537

Portrait

Sebastian Haffner

Sebastian Haffner, geboren 1907 in Berlin, war promovierter Jurist. Er emigrierte 1938 nach England, wo er als Journalist für den »Observer« arbeitete. Seine »Geschichte eines Deutschen« verfasste er 1939 im Londoner Exil. 1954 kehrte er nach Deutschland zurück, schrieb zunächst für die »Welt«, später für den »Stern«. Haffner ist Autor einer Reihe historischer Bestseller, u. a. »Anmerkungen zu Hitler«. Er starb 1999.

Pressestimmen

»[Sebastian Haffner] erzählt mit feiner Ironie die Geschichte als Duell zwischen dem Staat und dem Individuum. [. . .] Ein fulminantes Buch! « Nürnberger Nachrichten, 22. 04. 2014

»Tatsächlich ist die Geschichte eines Deutschen nicht nur Haffners persönlichstes, sondern auch sein bestes Buch unübertroffen in der Selbstständigkeit und Originalität der Beobachtung. « Die Zeit

»Die Hellsichtigkeit seines Buches ist viele zeitgeschichtliche Darstellungen später immer noch unerreicht. Sebastian Haffner macht begreiflich, wie Hitler möglich wurde. « Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Die Erinnerungen eines großen Stilisten und begnadeten Geschichtenerzählers. « Die Zeit

Besprechung vom 01.06.2025

Die Welt vor der Krise
Sebastian Haffners Roman "Abschied" ist eine wunderbare Entdeckung aus dem Nachlass

Die Dreißigerjahre! Lange waren sie weit weg, epochenweit, ein fernes Angstjahrzehnt mit Aufstieg und Sieg der Nazis, Weltwirtschaftstaumel, Zerfall Europas, neuen Kriegen an der Peripherie, Rüstungswettlauf und Rassenhass. Aber plötzlich sind sie uns wieder nah. Es gibt Bücher über den Untergang von Weimar, Gelehrtenstreit über den Anteil der Hohenzollern an Hitlers Kanzlerschaft, Verfilmungen von Kästners "Fabian" und Döblins "Berlin Alexanderplatz". Und "Babylon Berlin" geht in die fünfte Staffel. Die Angstzeit liegt jetzt um die Ecke.

Da, unverhofft, kommt ein Buch aus der Ferne geflogen, ein Nachlasswerk, noch nie veröffentlicht, das in jener Zeit zwischen Taumel und Totentanz entstanden ist und das die Stimmung jener Jahre transportiert. Es stammt, ausgerechnet, von Sebastian Haffner, dem Autor von "Anmerkungen zu Hitler", dem Herrn mit Weste und Krawatte, der im "Stern" Kolumnen schrieb, als Helmut Schmidt noch Kanzler war, und im Fernsehen mit näselnder Stimme politische Kommentare abgab. Und es ist, o Wunder, kein Buch der Politik, der Angst und der Krise, sondern etwas Feineres und Zartes: das Drama eines Liebesabschieds, die Erzählung vom Ende einer Affäre, die zu anderen Zeiten ein Leben lang hätte dauern können. Aber sie vergeht. Und das Leben geht weiter.

"Abschied" spielt an einem Samstag und einem Sonntag im Februar 1931 in Paris. Der Justizreferendar Raimund hat seine Freundin Teddy besucht, die hier studiert, er hat zwei Wochen im gleichen Hotel gewohnt wie sie, aber jetzt naht der Abend, an dem sein Zug zurückfährt nach Berlin. Und Teddy hat noch so viele andere Verehrer: den hübschen, leicht verrückten Franz, den gutmütigen Horrwitz, einen Mister Andrews aus England und einen ältere Franzosen, der nur "Herr Soundso" heißt und sie für Übersetzungen ins Spanische bezahlt. Doch dann, am Sonntagnachmittag, nimmt sie sich Zeit für Raimund, und die beiden verbringen ein paar beseligte Stunden im Louvre, am Trocadéro und auf dem Eiffelturm, in denen das Glück des vergangenen Berliner Sommers wiederkehrt. Schließlich bringt sie ihn zum Zug. Sie küssen sich, sie suchen sich, sie fassen sich durch das halboffene Zugfenster an den Händen. Irgendwann pfeift die Lokomotive zur Abfahrt. "Ich höre es noch."

Das ist alles. Das ist sehr viel: Weil es einen Moment festhält, der in unserem Bild der Dreißigerjahre regelmäßig fehlt, die kurze Phase der Helligkeit vor der historischen Verfinsterung. Und weil das alles wirklich passiert ist. Raimund Pretzel, der Ich-Erzähler, nannte sich erst im englischen Exil Sebastian Haffner, und in seiner Zeit als Referendar war er mehrmals in Paris. Und Teddy hieß Gertrude, heiratete einen Engländer und lebte später in Schweden, aber mit Haffner hielt sie noch jahrzehntelang Kontakt, wie seine Briefe in ihrem Nachlass beweisen. Man versteht sofort, warum er das Manuskript, das er im Herbst 1932 in fünf Wochen schrieb, im "Dritten Reich" und später in England nicht mehr veröffentlichen wollte. Aber man begreift auch, warum er seinem Sohn Oliver, der "Abschied" jetzt dem Hanser Verlag zum Druck überlassen hat, die Publikation erlaubte.

Denn dieses Buch ist eine Flaschenpost, die erst heute ihren wirklichen Adressaten erreicht: nicht die Nachwelt von Haffners Jahrhundert, sondern die Vorwelt der künftigen Krisen. Gerade rechtzeitig erinnert es uns daran, worum es sich gegen die Mächte der Zerstörung zu kämpfen lohnt: um den einen, unwiederholbaren Augenblick der Wunscherfüllung, die flüchtigen Spuren des Glücks. Wie er seinen Kampf gegen die Nazis weiterführte, hat Haffner, der 1999 starb, in seinen postum erschienenen Lebenserinnerungen "Geschichte eines Deutschen" geschildert. "Abschied" ist dazu der strahlende Prolog. Der näselnde Herr mit Weste und Krawatte - auch er war einmal jung. Andreas Kilb

Alle Rechte vorbehalten. © Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt am Main.

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LovelyBooks-BewertungVon SagMal am 14.10.2024
Ein eindrückliches, wirkungsvolles Buch, das lange nachschwingt.