Beklemmende Stimmung und ein echter King!
Den Film "Misery" habe ich bereits mehrmals geschaut und geliebt. Allgemein faszinieren mich die Roman-Verfilmungen von Stephen King, sie sind so einzigartig und verstörend. Daher wollte ich schon lange das Buch zum Film lesen und es wird nicht mein Letztes gewesen sein.Der berühmte Autor der Misery-Reihe, Paul, gerät in einem Schneechaos in einen Autounfall und wird schwer verletzt. Glücklicherweise findet ihn die Krankenschwester Annie und pflegt ihn bei sich zu Hause auf ihrer abgelegenen Farm. Annie stellt sich Paul als sein aller größter Fan der Misery-Bücher vor und Paul fühlt sich zunächst geehrt. Doch nach und nach bemerkt Paul, dass hier nicht nur auf der Farm, sondern auch mit Annie etwas überhaupt nicht stimmt.Eine erdrückende Stimmung zieht sich durch das gesamte Buch und hat mich sehr vereinnahmt. Für mich hat es sich gelohnt das Buch zu lesen, obwohl ich den Film bereits kannte. Dieser wurde nämlich an einigen Stellen angepasst und das Buch hatte für mich einen viel düsteren Vibe. Annie ist ein so umfassend interessanter und verstörender Charakter. Man will sie verstehen, möchte ihr helfen und lernt sie gleichzeitig zu hassen. Es gab allerdings ein paar Längen in der Geschichte, wenn Paul zu sehr in seinem Wahn in die Geschichte von Misery verfallen ist, das waren Passagen, die für mich persönlich nicht so interessant waren. Dennoch war es ein gelungenes Leseerlebnis.