Spannender Einstieg und ein extrem brutaler Antagonist, aber die Handlung wurde für mich zu vorhersehbar
Ich habe The Dark Half hauptsächlich deshalb gelesen, weil ich als Nächstes Needful Things lesen möchte und dabei Spoiler vermeiden wollte. Rückblickend hat sich das zwar gelohnt, aber insgesamt konnte mich das Buch nicht komplett überzeugen.Der Anfang hat mir wirklich gut gefallen. Die Grundidee ist spannend und Stephen King schafft es wieder einmal, schnell eine unheimliche Atmosphäre aufzubauen. Besonders George Stark ist mir im Gedächtnis geblieben. Er ist bisher definitiv einer der brutalsten und verstörendsten Antagonisten, denen ich in den Stephen-King-Büchern begegnet bin.Leider wurde die Handlung für mich recht früh vorhersehbar. Ab etwa der Mitte hatte ich das Gefühl, schon zu wissen, in welche Richtung alles laufen wird. Dadurch ging viel Spannung verloren, und gerade das Finale konnte mich nicht mehr wirklich überraschen.Grundsätzlich habe ich kein Problem mit paranormalen Elementen, aber hier wurde es mir irgendwann doch etwas zu absurd. Was anfangs noch faszinierend und unheimlich wirkte, hat mich gegen Ende eher aus der Geschichte herausgezogen.Trotzdem ist The Dark Half kein schlechtes Buch. Es ist ein solides King-Werk mit einigen starken Ideen, einem sehr einprägsamen Bösewicht und den typischen Stärken des Autors. Für mich reicht es am Ende aber "nur" für 3,5 Sterne.