Kurzgeschichten können mich eigentlich nur selten begeistern, doch Stuart Macbridge hatte hier eine tolle Idee - man nimmt den Klassiker "The Twelve Days of Christmas" und kombiniert zu jeder Strophe einen individuellen Krimi. Dabei lässt er einzelne Charaktere in mehreren Geschichten auftauchen und schafft es so die eigentlich in sich geschlossenen Krimis auch noch geschickt miteinander zu verknüpfen. Am Ende erhält man einen etwas verstörten Eindruck in das schottische Oldcastle voller Betrug, Diebstahl, Mord, Drogenhandel, Kindesmissbrauch oder illegalem Babytausch. Dank dem tollen Schreibstil von Stuart Macbride verfliegt die Zeit mit den zwölf Kurzgeschichten nur so. (Wer aber auf großes Weihnachtsfeeling wartet, der wird hier eher weniger fündig. Bis auf kurze Erwähnungen von einem Weihnachtsbaum oder Heiligabend bekommt man von Weihnachten nicht viel mit.)