Wie spiegelt sich die Geschichte Südtirols seit dem Ersten Weltkrieg in
der Literatur?
Seit der Teilung Tirols durch den Friedensschluss von St. Germain
rücken die gesellschaftlichen Verhältnisse in Südtirol in den Mittelpunkt,
vor allem in den der Südtiroler Romane - insbesondere die Spannungen zwischen den Italienern und den Deutschen, verschärft durch den faschistischen Versuch der Entnationalisierung der einheimischen Bevölkerung mit dem Tiefpunkt des Optionsabkommens.
Ein ladinischer, drei italienischsprachige und fünfzehn deutschsprachige Romane werden unter dem Gesichtspunkt untersucht, was sie über die jüngste Südtiroler Geschichte aussagen und wie weit sie Quellen zum Selbstverständnis der Menschen im Land sind. Behandelt werden
unter anderem Werke von Albert v. Trentini, Luis Trenker, Franz Tumler, Joseph Georg Oberkofler, Claus Gatterer, Joseph Zoderer, Frida Piazza, Sepp Mall, Francesca Melandri und Sabine Gruber.